Ratgeber

Eine Handynummer fürs ganze Leben : Mitnahme leicht gemacht

Wer einen neuen Handy-Vertrag bei einem anderen Telekommunikationsanbieter abschließen will, muss schon längst nicht mehr auf seine bisherige Mobilfunknummer verzichten. Seit zehn Jahren ist in Deutschland die Rufnummern-Mitnahme möglich.

Die Mitnahme der eigenen Nummer ist oft gar nicht so einfach. Gute Planung hilft.
Die Mitnahme der eigenen Nummer ist oft gar nicht so einfach. Gute Planung hilft.

Obwohl der Kunde also quasi von einem Anbieter zu einem anderen "umzieht", muss er seinen Verwandten und Bekannten keine neue Handynummer mitteilen. Allein seit 2008 wurden laut dem Vergleichsportal Teltarif 3,5 Millionen Telefonnummern zwischen Anbietern mitgenommen.

Wie funktioniert die Rufnummermitnahme?

Das läuft im Prinzip relativ problemlos. Verbraucher müssen dazu ihren bisherigen Mobilfunkanbieter informieren - und ihren neuen. Die regeln dann die Portierung der Nummer. Der Vertrag beim alten Anbieter darf aber noch nicht lange abgelaufen sein. Denn mit dem Ende des Vertrags verfällt nach einer gewissen Frist auch die Nummer. Wer also wechseln und seine Nummer behalten möchte, sollte die Rufnummer-Mitnahme rechtzeitig in die Wege leiten.

Muss ich für die Mitnahme meinen bestehenden Vertrag kündigen?

Nein. Jahrelang konnten Handy-Kunden ihre Nummer nur zum Ende eines fristgerecht gekündigten Vertrags zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Inzwischen ist das aber jederzeit möglich - also zum Beispiel, wenn ein Verbraucher einen günstigen Tarif bei einem anderen Mobilfunker entdeckt. Allerdings müssen die Kosten für den anderen Vertrag trotzdem bis zum Ende der Vertragslaufzeit bezahlt werden.

Was kostet die Portierung?

Der Anbieter, von dem die Nummer mitgenommen wird, darf eine Bearbeitungsgebühr verlangen. Diese darf nach einer Festlegung der Bundesnetzagentur höchstens bei 30,72 Euro liegen. Die meisten Unternehmen berechnen zwischen 25 und 30 Euro. Häufig bekommt der Kunde diese Kosten aber von seinem neuen Mobilfunkanbieter über einen Bonus wieder zurück.

Bin ich während der Umstellung trotzdem rund um die Uhr erreichbar?

So gut wie, es kann aber Empfangsunterbrechungen geben. Das Telekommunikationsgesetz schreibt vor, dass die Nummer bei einem Anbieterwechsel binnen eines Tages aktiviert sein muss. Vor der Rufnummer-Übergabe zwischen den Betreibern wird dem Kunden meist per SMS der Termin der Portierung mitgeteilt. Zu dem Termin schaltet der alte Anbieter die Nummer dann ab, der neue schaltet sie frei. Meist ist das Ganze innerhalb weniger Stunden erledigt.

Quelle: n-tv.de

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