Ratgeber
Freitag, 21. Januar 2011

Das wird teuer: Nicht nackt in die Berge

Nicht überall herrscht Kleiderzwang: Auf dem Harzer Naturistensteig sind wanderfreudige Nudisten ausdrücklich willkommen.
Nicht überall herrscht Kleiderzwang: Auf dem Harzer Naturistensteig sind wanderfreudige Nudisten ausdrücklich willkommen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mit "Ruhe und Erholung in ihrer ursprünglichsten Form" wirbt das Schweizer Kanton Appenzell-Außerrhoden - doch wer sich dort in seiner ursprünglichsten Form erholen will, bekommt Probleme. Hüllenloses Wandern in den Bergen verstößt nämlich grob gegen Sittlichkeit und Anstand, entschied das Obergericht des Kantons. Es hob mit seinem Urteil den Freispruch eines Nacktwanderers in der ersten Instanz auf.

Angeklagt war ein 47-Jähriger, dem eine Geldbuße von 100 Franken (rund 70 Euro) aufgebrummt worden war. Der Naturfreund war im Oktober 2009 hüllenlos im Appenzellerland beobachtet und von einer Frau angezeigt worden. Der FKK-Anhänger wollte die Buße jedoch nicht zahlen und legte Widerspruch ein. Das Kantonsgericht hatte ihn im Mai 2010 freigesprochen.

Bergsportler im Adamskostüm sind auch im Nachbarkanton Appenzell-Innerrhoden ins Visier der Justiz geraten. Zwei Nacktwanderer haben die Geldbußen von je 200 Franken nicht bezahlt und müssen nun mit einem Gerichtsverfahren rechnen.

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Quelle: n-tv.de

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