Ratgeber

Die clevere Dispo-AlternativeRahmenkredite im Test

20.06.2012, 18:30 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Wer immer den Dispokredit bemüht, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, zahlt dafür meist sehr hohe Zinsen. Die günstigere Alternative ist der Rahmenkredit. Doch was steckt genau dahinter, und wer macht die besten Angebote? Die FMH-Finanzberatung hat bei Ihrer Untersuchung sehr große Unterschiede festgestellt.

Wie der Name schon sagt, vereinbart man mit der Bank einen Kreditrahmen, den man je nach Bedarf ausschöpfen oder teilweise abrufen kann. Die Zinsen werden nur für den in Anspruch genommenen Betrag fällig und nicht für den vereinbarten Kreditrahmen.

Fast alle Anbieter dieser flexiblen Kredite verlangen eine relativ hohe regelmäßige Tilgung von bis zu drei Prozent pro Monat – das entspricht einer jährlichen Tilgungsrate von 36 Prozent. Lediglich bei drei Banken kann die Rückzahlungsrate frei vereinbart werden.

Im Vergleich wurden nur Banken berücksichtigt, die bonitätsunabhängige Zinsen anbieten. In verschiedenen Publikationen wird der Rahmenkredit zum Ablösen eines teuren Dispo empfohlen. Die Flexibilität ist identisch, die Art der Vereinbarung ist ähnlich und der Zinssatz in vielen Fällen niedriger als beim Dispo. Aber vor allem bei den Zinssätzen sollte man genau darauf achten, dass er deutlich niedriger ist und die Tilgungsrate in einem vertretbaren Rahmen bleibt.

Die besten Zinsen bietet die Allgemeine Beamten Kasse, die sich jedoch nur an die Kunden des öffentlichen Dienstes und vergleichbare Unternehmen wendet. Dicht gefolgt von der ING-DiBa, die ihre niedrigen Zinsen und optimalen Bedingungen nicht an eine bestimmt Berufsgruppe begrenzt. Nur Selbstständige sind von diesem Rahmenkreditprogramm ausgeschlossen.

Auffallend bei der Untersuchung der FMH-Finanzberatung ist, dass nur eine regionale Bank vertreten ist. Es folgen auf den Plätzen Anbieter mit immer noch attraktiven Zinssätzen, die die meisten Dispozinsangebote leicht unterbieten können.

Quelle: ntv.de