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Nicht alle Spendenempfänger sind seriös.
Nicht alle Spendenempfänger sind seriös.(Foto: picture alliance / dpa)

Nicht alle Organisationen sind seriös: Spenden ja - aber richtig

Wenn die Vorweihnachtszeit beginnt, geht auch die Zeit der Spendensammler los. Welche der insgesamt rund 20.000 Organisationen seriös mit den Spendengeldern der Deutschen in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro jährlich umgeht, ist aber nicht immer leicht zu entscheiden. Laut einer Untersuchung für die Zeitschrift "Capital" arbeitet nur die Hälfte der größten Organisationen völlig transparent.

Seriöse Organisation auswählen

Orientierung, welche Organisationen verantwortungsvoll mit Spenden umgehen, gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das rund 260 Organisationen ein Spendensiegel verliehen hat. Hilfreich ist auch die Liste der Organisationen, die jedes Jahr mit dem "Transparenzpreis" ausgezeichnet werden. Dieser Preis wurde vor einigen Jahren von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ins Leben gerufen. Die diesjährige Preisverleihung findet am 28. November statt.

Haustürspenden und Sammelbüchse

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei Spenden an der Haustür oder auf der Straße ist Vorsicht angebracht. Verbraucher sollten sich den Sammelausweis zeigen lassen und darauf achten, dass die Spendenbüchse verplombt ist. Seriöse Sammler lassen dem Spender Zeit und haben Informationsmaterial und ein Überweisungsformular parat. Auf gar keinen Fall sollten Spender ihre Adress- und Bankdaten am Telefon herausgeben. Wer sich genötigt, überredet oder unter Druck gesetzt fühlt, sollte ablehnen. Skeptisch sollten Verbraucher auch bei Mitleid heischender Werbung sein. Das DZI stuft solche Werbung als unseriös ein.

Gezielt spenden

Wer für ein bestimmtes Projekt spenden will, muss auf dem Überweisungsträger das entsprechende Stichwort vermerken. Die Organisation darf das Geld dann nur dafür verwenden. Verbraucherschützer raten jedoch, auf das Stichwort zu verzichten, damit das Geld dort eingesetzt werden kann, wo es am dringendsten gebraucht wird, auch wenn gerade keine Fernsehkameras vor Ort sind. Spenden sollten nicht gestreut, sondern lieber an eine oder wenige Organisationen überwiesen werden, um Kosten für den Verwaltungsaufwand gering zu halten.

Steuern absetzbar

Spenden sind bis zu 20 Prozent der gesamten Einkünfte als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Für den Nachweis ist der Einzahlungs- oder Buchungsbeleg der Bank zusammen mit einer Spendenbescheinigung des Empfängers notwendig, die unter anderem die Gemeinnützigkeit der Organisation nachweist. Für Spenden unter 200 Euro reichen auch Nachweise, die weniger Angaben über den Empfänger enthalten als die Spendenbescheinigung. Auf Wunsch stellen die meisten Organisationen aber auch für Kleinspenden eine Bescheinigung aus.

Achtung, kein Widerrufsrecht

Spendenwillige sollten sich nicht leichtfertig durch Unterschrift zur Zahlung eines monatlichen Förderbeitrags verpflichten. Ein generelles gesetzliches Widerrufsrecht besteht nämlich nicht.

Quelle: n-tv.de

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