Ratgeber

Kasse bestimmt BeitragssatzTK setzt Konkurrenz unter Druck

12.12.2014, 11:55 Uhr
3mgt0318-jpg2733654718833340927
Die Gesetzesänderung bringt Bewegung in den Gesundheitsmarkt. (Foto: dpa)

Ab 2015 bestimmen Krankenkassen einen größeren Teil ihres Beitragssatzes selbst. Dadurch könnten Millionen Versicherte entlastet werden oder künftig mehr zahlen müssen. Die Techniker Krankenkasse prescht vor.

Als eine der ersten großen Kassen hat die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Zusatzbeitrag für 2015 offiziell festgelegt. Wie die TK mitteilte, bewege sich die Kasse mit 0,8 Prozentpunkten knapp unter dem ermittelten Durchschnittswert von 0,9 Prozentpunkten. Faktisch ergibt sich für Versicherte der TK eine Entlastung. Insgesamt liegt der Beitragssatz 2015 bei 15,4 statt bisher 15,5 Prozent.

Die Entscheidung der Kasse wurde mit Spannung erwartet, da davon eine Signalwirkung für Wettbewerber ausgehen könnte. Die TK hat 6,7 Millionen zahlende Mitglieder und insgesamt 9,2 Millionen Versicherte. Damit ist die Krankenkasse größer als die Barmer GEK.

Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 14,6 Prozent (bisher 15,5 Prozent) gesenkt. Diesen Satz zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen.

Es entfällt der bisherige Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten, den nur die Mitglieder zu zahlen hatten. Dafür kann jede Kasse einen Zusatzbeitrag von den Mitgliedern erheben, über dessen Höhe sie selbst entscheidet.

In den kommenden Tagen wollen die meisten anderen Krankenkassen ihren Satz bekannt geben. Es wird nicht damit gerechnet, dass eine Kasse ohne einen Zusatzbeitrag auskommt. Im Schnitt dürften die Versicherten ohne Zusatzkosten auskommen. Einzelne Kassen könnten jedoch einen Eigenanteil über den bisherigen Satz hinaus verlangen.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/rts