Ratgeber
Wer ohne Genehmigung der Agentur in Urlaub fährt, habe für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Wer ohne Genehmigung der Agentur in Urlaub fährt, habe für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.(Foto: dapd)

Auch bei Arbeitslosigkeit: Urlaub muss genehmigt werden

Jobsuchende haben keinen Urlaubsanspruch. Sie können aber dennoch verreisen, wenn die Arbeitsagentur zustimmt. Das gilt für alle Arbeitslosen, egal, ob Arbeitslosengeld bezogen wird oder nicht. Der Arbeitsvermittler wird in der Regel zustimmen, wenn durch die Abwesenheit keine Arbeitsaufnahme oder eine Teilnahme an einer beruflichen Bildungsmaßnahme gefährdet wird.

Auch Arbeitslose können Urlaub machen. Anders als beschäftigte Arbeitnehmer haben sie jedoch keinen Rechtsanspruch darauf. So klappt es trotzdem mit den Ferien.

Die Agentur für Arbeit Elmshorn rät deshalb allen Arbeitslosen, einen geplanten Urlaub frühzeitig mit ihren Arbeitsvermittlern abzusprechen. Denn wer ohne Genehmigung der Agentur in Urlaub fährt, habe für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Arbeitsvermittlung prüfe dann, ob eine Vermittlung in Arbeit oder eine Schulung dadurch beeinträchtigt werde.

Bei einer Abwesenheit bis zu drei Wochen werde die Geldleistung weitergezahlt, dauert der Urlaub zwischen drei und sechs Wochen, wird für die ersten drei Wochen gezahlt. Bei Reisen über sechs Wochen, entfalle der Anspruch.

Für Bezieher von Arbeitslosengeld II gelten laut Agentur für Arbeit besondere Regelungen. Alle Urlaubsfragen müssten in einer individuellen Eingliederungsvereinbarung festgelegt werden. Betroffene sollten sich deshalb frühzeitig mit dem zuständigen Jobcenter in Verbindung setzen.

Der Antrag auf Urlaub bzw. Ortsabwesenheit kann erst kurz vor Reiseantritt gestellt werden, weil der Arbeitsvermittler sonst nicht überblicken kann, ob eine Arbeitsaufnahme oder Lehrgangsteilnahme gefährdet ist. Die Zustimmung sollten Arbeitslose deshalb möglichst innerhalb einer Woche vor der geplanten Reise beantragen.

Wird eine dreiwöchige Ortsabwesenheit genehmigt, ist auch der übliche Krankenversicherungsschutz gewährleistet. Anders liegt der Fall, wenn die Ortsabwesenheit 21 Kalendertage übersteigt, denn ab dem 22. Kalendertag fällt mit dem Arbeitslosengeld unter Umständen auch der Krankenversicherungsschutz weg. Dieser Sachverhalt sollte rechtzeitig mit der Krankenkasse abgeklärt werden.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen