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0,9 Sekunden fehlten Franziska Hildebrand zum dritten Platz.
0,9 Sekunden fehlten Franziska Hildebrand zum dritten Platz.(Foto: imago/Camera 4)

Sekundenbruchteile und Fahrkarten: Damen laufen und schießen am Podest vorbei

Auch den erfolgsverwöhnten Biathletinnen gelingt nicht alles: Bei perfekten Bedingungen verpassen Dahlmeier und Hildebrand beim zweiten Heim-Weltcup in Ruhpolding die Medaillenränge. Doch die beiden bleiben entspannt.

Franziska Hildebrand fehlten Sekundenbruchteile zum Sprung aufs Podest, Laura Dahlmeier zielte zweimal nicht genau genug: Die erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen mussten sich nach drei Erfolgen beim Heimweltcup in Ruhpolding im Einzel über 15 km geschlagen geben. Sprint-Siegerin Hildebrand landete mit einem Schießfehler auf Platz vier, nur 0,9 Sekunden fehlten der 28-Jährigen aus Clausthal-Zellerfeld auf die Tagesdritte Gabriela Soukalova aus Tschechien. Die Partenkirchnerin Dahlmeier, vergangene Woche in Verfolgung und Massenstart erfolgreich, ließ bei perfekten Bedingungen zwei Scheiben stehen, kam aber dank der zweitbesten Laufzeit des Tages als Neunte noch in die Top 10.

Den Sieg sicherte sich die  italienische Schnellschützin Dorothea Wierer, die fehlerfrei blieb und auch in der Loipe überzeugte. Wierer hatte bereits den ersten Einzel-Wettkampf im schwedischen Östersund gewonnen. Platz zwei ging mit 1:09,0 Minuten Rückstand an Kaisa Mäkäräinen aus Finnland (+54,8 Sekunden) vor der Gesamtweltcup-Führenden Soukalova (+1:09,9 Minuten). Beide ließen vor 9500 Zuschauern in der Chiemgau Arena eine Scheibe stehen.

"Gleich mit einem Fehler zu starten, ist natürlich ärgerlich", sagte Hildebrand, die den denkbar knapp verpassten Platz auf dem Treppchen sportlich nahm: "Letztes Mal hatte ich 0,3 Sekunden Vorsprung auf Gabi, jetzt habe ich 0,9 Rückstand. Das ist okay." Dahlmeier haderte nur kurz mit ihrem zweiten Fehler, der sie Platz zwei kostete. "Das ist immer noch ein Top-10-Platz, da kann ich mich durchaus noch drüber freuen", sagte die 22-Jährige im ZDF.

Restliche DSV-Läuferinnen fallen ab

Hinter dem Spitzenduo klaffte im Team des Deutschen Skiverbandes  (DSV) eine Lücke. Maren Hammerschmidt (Winterberg) und Vanessa Hinz (Schliersee) kamen mit je zwei Fehlern auf die Plätze 22 und 24. Miriam Gössner verpatzte ihr Comeback in Ruhpolding nach drei Jahren mit sechs Fehlern und Platz 59. Ihren letzten von drei Weltcupsiegen hatte die 25-Jährige aus Garmisch 2013 in den Chiemgauer Alpen gefeiert. Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/2) lief auf Platz 44.

"Ich war letzte Woche krank und beim Schießen instabil", sagte die Südtirolerin Wierer nach ihrem zweiten Karrieresieg, "daher bin ich überrascht, dass es heute so von alleine ging". Zugute kamen ihr die Bedingungen, die Veranstalter hatten den Neuschnee der vorherigen Tage optimal auf der Strecke verteilt, in Ruhpolding herrschte zudem Kaiserwetter. "Nach acht Kilometern dachte ich schon, ich schaffe es nicht mehr, aber jetzt bin ich überglücklich", sagte Wierer.

Staffel-Weltmeisterin Franziska Preuß (Haag) fehlte nach ihrem Haarriss im Steißbein wie geplant beim zweiten Teil der Heimrennen,  auch den Massenstart am Samstag wird die 21-Jährige auslassen. "Gesundheit geht klar vor, und ich muss meinem Körper jetzt die Zeit geben, bis die Verletzung vollständig verheilt ist", schrieb Preuß bei Facebook.

Fortgesetzt wird der Weltcup am Freitag mit dem Staffelrennen der Männer, die Frauen treten zum Abschluss am Sonntag  im Team an. Ausnahmekönner Simon Schempp (Uhingen) wird trotz auskurierter Erkältung fehlen. Der dreimalige Saisonsieger war am  Donnerstag nach zwölf Tagen Pause ins Schneetraining zurückgekehrt. Bundestrainer Mark Kirchner nominierte Erik Lesser (Frankenhain),  Johannes Kühn (Reit im Winkl), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Benedikt Doll (Breitnau) für das zweite Staffelrennen der Saison.

Quelle: n-tv.de

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