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Düsseldorfs Oliver Fink (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 mit Johannes van den Bergh (M.) und Andreas Lambertz.
Düsseldorfs Oliver Fink (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 mit Johannes van den Bergh (M.) und Andreas Lambertz.(Foto: dapd)

Krawalle überschatten Spiel: Fortuna demütigt Eintracht

Eintracht Frankfurt kassiert den nächsten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga - und zwar kräftig. Nach starkem Saisonstart verlieren die Hessen bei Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf deutlich mit 0:4. Die Rheinländer verbessern sich zum Auftakt des 15. Spieltags zumindest bis Samstag auf den 13. Tabellenplatz.

Fortuna Düsseldorf erlebt einen Höhenflug und sammelt fleißig Punkte gegen den Abstieg. Mit dem höchsten Saisonsieg von 4:0 (2:0) gegen den schwächelnden Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt verbesserten sich die Rheinländer zum Auftakt des 15. Spieltags und zumindest bis Samstag auf den 13. Tabellenplatz.

Die Frankfurter Randalemeister machten ihrem schlechten Ruf erneut alle Ehre.
Die Frankfurter Randalemeister machten ihrem schlechten Ruf erneut alle Ehre.(Foto: REUTERS)

Stefan Reisinger (38. Minute) mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel nacheinander, Oliver Fink (42.), Nando Rafael (58.) und Axel Bellinghausen (85.) sorgten für den ersten Fortuna-Heimsieg in der Bundesliga gegen die Eintracht seit dem 1:0 am 9. März 1991. Die Fußballer aus Hessen bleiben trotz der dritten Begegnung in Serie ohne Sieg Fünfter. Sie verloren vor 51.345 Zuschauern in der Esprit-Arena in der 34. Minute Karim Matmour mit Gelb-Rot.

Wegen der hektischen Zweitliga-Auseinandersetzung beim 1:1 im Februar an gleicher Stelle hatte die Eintracht am Freitag außer 5200 mitreisenden Fans auch noch 50 eigene Ordner nach Düsseldorf geschickt. Die Begegnung war als Risikospiel eingestuft – zu recht: Bei Ausschreitungen in der Düsseldorfer Altstadt wurde die Polizei von Frankfurter Anhängern attackiert. 65 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Wegen Verzögerungen bei der Anfahrt pfiff Schiedsrichter Michael Weiner mit zehn Minuten Verspätung an. Aus Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept schwiegen die Fans anfangs zwölf Minuten und zwölf Sekunden.

Der Eintracht fehlte mit den Innenverteidigern Bamba Anderson (Bauchmuskel-Operation) und Carlos Zambrano sowie Kapitän Pirmin Schwegler (beide gesperrt) die Defensivachse. Rückkehrer Vadim Demidov und der 17-jährige Marc-Oliver Kempf bildeten die Abwehrzentrale. Im Angriff verdrängte der zuletzt gesperrte Matmour den formschwachen Olivier Occean - aber nur eine gute halbe Stunde: Dann musste Matmour wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.

Glückliche Hand

Schon vier Minuten danach erhielt die Eintracht die Quittung, als Reisinger nach einem Solo das 1:0 erzielte. Finks Linksschuss aus gut 20 Metern war so etwas wie eine Vorentscheidung, zumal sich die Elf von Norbert Meier in einem kleinen Höhenflug befindet: Mit dem 2:0 gegen den HSV, dem Remis beim BVB und dem Erfolg gegen die Eintracht holte die Fortuna in der Englischen Woche sieben Punkte. Nach Rafaels 3:0 war alles gelaufen, obwohl Stefan Aigner (54.) kurz vor dem dritten Gegentreffer bei einem Kopfball fast auf 1:2 verkürzt hätte.

Meier hatte ein glückliches Händchen mit Fink, der als Vertreter des gesperrten Ivan Paurevic zurückkehrte, und Rafael. Der musste auflaufen, weil Robbie Kruse kurzfristig wegen muskulären Problemen ausfiel. Schon in der 9. Minute musste Kempf gegen Rafael in höchster Not klären. Mit dem 3:0 belohnte Rafael Meiers Vertrauen.

Quelle: n-tv.de

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