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Münchner Jubel: Die Schalker hatten zuletzt überhaupt keine Chance.
Münchner Jubel: Die Schalker hatten zuletzt überhaupt keine Chance.(Foto: dpa)

Wird Wolfsburg zum Stolperstein?: Bayern scheinen unbezwingbar

Vier Spiele, zwölf Punkte, 11:0 Tore - die Bayern scheinen in der Fußball-Bundesliga unaufhaltbar. Kaum denkbar, dass nun der VfL Wolfsburg zum Stolperstein wird. Vor den taktischen Kniffen von Trainer Dieter Hecking ist der Rekordmeister allerdings gewarnt.

Diese bayerische Kampfansage von Toni Kroos dürfte jeden Gegner aufschrecken lassen. "Aktuell sehe ich keinen Grund, warum wir schlechte Tage erwischen sollten. Es gab solche Tage schon in dieser Saison - aber selbst die Spiele haben wir gewonnen!" Nach vier mustergültigen Vorstellungen des Münchner Rekordmeisters zum Rückrundenstart spricht wahrlich nicht viel dafür, dass der VfL Wolfsburg heute (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei n-tv.de) zum ersten Stolperstein in 2013 wird. Zu wenig harmonisch präsentierte sich das VfL-Ensemble um Diego & Co. zuletzt - vor allem aber scheint der Tabellenführer zumindest in der Fußball-Bundesliga derzeit kaum bezwingbar.

Wolfsburg - Bayern, 20.30 Uhr

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner (Hasebe), Naldo, Madlung, Schäfer - Träsch, Polak - Vieirinha, Diego, Rodriguez - Dost - Trainer: Hecking
FC Bayern München: Neuer - Lahm, van Buyten, Dante, Alaba - Schweinsteiger, Luiz Gustavo - Müller, Kroos, Ribéry - Mandzukic - Trainer: Heynckes
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Mit zwölf Punkten und 11:0 Toren sind die Bayern in die Rückrunde gestarte t, auswärts haben sie in der gesamten Saison erst einen Gegentreffer zugelassen. Jenes Malheur unterlief dem FCB ausgerechnet gegen Dieter Hecking, der im Herbst beim 1:1 noch den 1. FC Nürnberg coachte. Um das mit Wolfsburg zu wiederholen, müsse alles passen. "Uns ist klar, dass wir sehr viel richtig machen müssen, um gegen die Bayern eine Chance zu haben. Sie sind einfach eine fantastische Mannschaft", sagte Hecking. "Wenn man die Bayern spielen lässt, hast du keine Chance."

Münchens Coach Jupp Heynckes kündigte seinen Mannen schon mal an, sich auf eine ähnlich defensive Hecking-Taktik gefasst zu machen wie damals. "Man kann sich darauf einstellen, dass Wolfsburg kompakt in der Defensive stehen wird und versucht, uns Paroli zu bieten." Trotz des großen Vorsprungs in der Bundesliga sei sein Team in jedem Fall "motiviert, um weiter zu marschieren". Vier Tage vor der ersten Champions-League-Bewährungsprobe am kommenden Dienstag beim FC Arsenal ist der Kampf um die Plätze voll entbrannt. Beim jüngsten 4:0 gegen Schalke 04 rotierte Heynckes zur Abwechslung mal wieder Arjen Robben und Mario Gomez in die erste Elf hinein, Thomas Müller und Mario Mandzukic blieben 90 Minuten lang draußen. Was er nun plant, ließ der bald abtretende Trainer-Oldie offen. "Die Leistung steht ganz oben", sagte er lapidar.

Olic denkt mit Wehmut an München

Fest steht, dass Heynckes im defensiven Mittelfeld ohne Javi Martínez (Zehenprellung) auskommen muss. Ihn soll Rekonvaleszent Luiz Gustavo ersetzen, der zuletzt im Training einen guten Eindruck gemacht habe. Fehlen wird auch Sturmalternative Claudio Pizarro (Angina). Ob die beiden Profis in der Königsklasse beim Match in London wieder mitwirken können, müsse abgewartet werden. Gut möglich, dass Heynckes Mandzukic in Wolfsburg einen Einsatz von Beginn an gönnt - schließlich trifft Bayerns Top-Torjäger auf seinen früheren Klub, für den er vorige Saison zwölf Mal traf.

"Er hat überragende Arbeit für uns geleistet", lobte Heynckes. Mandzukic urteilte vorab, "dass Wolfsburg mehr als den derzeitigen Tabellenplatz" im unteren Mittelfeld verdient habe. "Klar ist aber auch, dass ich alles tun werde, um auch wieder mit guten Gefühlen abzureisen. Wir wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen." Sein kroatischer Landsmann und Kumpel Ivica Olic, der den umgekehrten Weg ging, denkt mit Wehmut an München zurück. "Bei den Bayern hatte ich meine beste Zeit", sagte der VfL-Stürmer. In Wolfsburg kämpft er mit Ivan Perisic um einen Platz in der Startelf.

Der frühere Nationalspieler Patrick Helmes hofft nach seiner Genesung von einem Kreuzbandriss erstmals auf der Bank zu sitzen. "Seine Chancen stehen 50:50", erklärte Trainer Hecking. Nach längerer Zeit ist das Wolfsburger Stadion mit 30. 000 Zuschauern mal wieder ausverkauft. "Diese Partie ist mit Sicherheit etwas, auf was nicht nur wir uns freuen können, sondern die ganze Stadt", schickte VfL-Manager Klaus Allofs voraus.

Quelle: n-tv.de

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