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Chelseas Diego Costa ist als Spieler bekannt, der gern provoziert.
Chelseas Diego Costa ist als Spieler bekannt, der gern provoziert.(Foto: imago/BPI)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Costa beißt bei Chelseas Pokalaus zu

Real Madrid will offenbar Millionen für einen Leverkusener zahlen, Manuel Neuer hat keine Angst vor England, Man City kassiert einen bitteren Dämpfer, Tottenham-Fans sind sauer auf die Dortmunder Polizei. Und Chelseas Costa kopiert "Beißer" Luis Suarez.

Der FC Chelsea ist durch ein 0:2 gegen Premier-League-Kontrahent FC Everton im Viertelfinale aus dem FA Cup ausgeschieden. Zwei Tore des Ex-Chelsea-Spielers Romelu Lukaku sorgten dafür, dass nach dem Aus in der Champions League gegen Paris St. Germain auch die letzte Titelchance für Englands durch die Saison stolpernden Meister geplatzt ist. Doch damit noch nicht genug der Misere: Hinzu kam ein Platzverweis für Chelsea-Stürmer Diego Costa, der in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste. Allerdings droht dem spanischen Nationalspieler eine längere nachträgliche Sperre, da er Gegenspieler Gareth Barry in den Hals gebissen hat - ähnlich wie einst Luis Suarez vom FC Barcelona. Da der Schiedsrichter den Biss nicht ahndete, könnte Costa noch nachträglich gesperrt werden.

Am Sonntag kämpfen der FC Arsenal gegen Watford und Manchester United mit Weltmeister Bastian Schweinsteiger gegen West Ham United noch um den Einzug ins Semifinale. Bereits am Freitag hatte sich Crystal Palace mit 2:0 beim FC Reading durchgesetzt. (cwo)

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Barcelona brilliert, außer beim Elfmeter

Der FC Barcelona stürmt in der spanischen Primera División weiter in Richtung 24. Meisterschaft. Die Katalanen feierten einen 6:0 (4:0)-Kantersieg über den Abstiegskandidaten FC Getafe. Der brasilianische Stürmerstar Neymar (32./51.) traf doppelt, hinzu kamen Barça-Tore von Munir (19.), Lionel Messi (40.) und Arda Turan (57.). Getafes Juan Rodriguez (8.) hatte zu Beginn ins eigene Tor getroffen, Fußball-Superstar Messi verschoss für die Gastgeber kurz darauf noch einen Elfmeter (11.). Nationaltorwart Marc-André ter Stegen saß 90 Minuten auf der Bank. Barcelona führt in der spanischen Liga deutlich vor Atlético und Real Madrid. (cwo)

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Götze feiert Startelf-Comeback gegen Bremen

Wieder mittendrin statt nur dabei: Mario Götze beim FC Bayern.
Wieder mittendrin statt nur dabei: Mario Götze beim FC Bayern.(Foto: imago/MIS)

Weltmeister Mario Götze feiert im Heimspiel des FC Bayern gegen Werder Bremen sein Comeback in der Fußball-Bundesliga. Trainer Pep Guardiola nominierte den 23 Jahre alten Offensivspieler für die Münchner Startelf. Für Götze ist sein 150. Bundesligaspiel der erste Einsatz für den deutschen Rekordmeister seit dem 4. Oktober 2015. Beim 5:1 gegen Borussia Dortmund erzielte der Nationalspieler sein einziges Saisontor. Götze hatte am 8. Oktober 2015 im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Irland (0:1) eine schwere Oberschenkelverletzung erlitten. Arjen Robben wird von Bayern-Trainer Guardiola vier Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Juventus Turin geschont. Der Niederländer zählt nicht zum Münchner 18-Mann-Kader. (cwo)

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Spurs-Fans erheben Vorwürfe nach BVB-Spiel

Vor dem BVB-Stadion kommt es zu Ausschreitungen der Polizei mit Spurs-Fans.
Vor dem BVB-Stadion kommt es zu Ausschreitungen der Polizei mit Spurs-Fans.(Foto: imago/BPI)

Beim Europa-League-Spiel von Tottenham Hotspur in Dortmund kommt es unter der Woche zu einem Polizeieinsatz mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die Fans der Engländer. Laut Polizei sei es zu den Auseinandersetzungen gekommen, weil verspätete Gästefans so viel Druck auf den Eingangsbereich Nord/Mitte ausgeübt hätten, dass 80 Fans "ungehindert" ins Stadion gelang seien. Daraufhin entstand ein Durcheinander, in dem Beamte mit Pfefferspray und Schlagstöcken durchgriffen. 17 Spurs-Fans wurden verletzt.

Nun erhebt Tottenham Einspruch: Die Dortmunder Polizisten hätten "schwere Fehler" begangen, wie Martin Cloake, den stellvertretenden Vorsitzenden des "Tottenham Hotspur Supporters' Trust", dem "Guardian" sagte. Denn die Sicherheitskräfte hätten die Spurs-Fans zum falschen Eingang geleitet. "Die Kommunikation zwischen den Ordnern im Stadion und der Polizei, die für alles außerhalb verantwortlich ist, brach komplett zusammen. Niemand schien gewillt oder fähig zu sein, die Verantwortung für das zu übernehmen, was sich außerhalb der Tore abspielte", erklärte Cloake. Dieser Einschätzung schließt sich auch ein Klubsprecher Tottenhams an, den der "Kicker" zitiert. Er kritisiert, dass die "Fehlleitung der Fans durch die Polizei zusammen mit dem Schließen der Drehkreuze zu einer potenziell gefährliche Situation geführt" habe. Der Dialog zwischen den beiden Vereinen werde in dieser Sache fortgesetzt, so Cloake. (kbe)

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ManCity muss Titelträume wohl begraben

Manchester City - hier in Person von Sergio Aguero - liegt nach dem 0:0 gegen Norwich am Boden.
Manchester City - hier in Person von Sergio Aguero - liegt nach dem 0:0 gegen Norwich am Boden.(Foto: imago/BPI)

Manchester City hat seine Chance auf den Meistertitel in der Premier League wohl verspielt und zudem eine große Gelegenheit im Rennen um  die direkte Champions-League-Qualifikation ausgelassen. Die Mannschaft von Trainer Manuel Pellegrini kam bei Norwich City nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt als Tabellenvierter mit 51 Punkten neun Zähler hinter Spitzenreiter Leicester City. Die Citizens waren zwar deutlich überlegen, hatten über 65 Prozent Ballbesitz, doch richtig gefährlich wurde es für Norwich-Keeper John Ruddy nie. Lediglich drei Torschüsse gab das Team des künftigen Bayern-Trainers Pep Guardiola beim Abstiegskandidaten ab. (kbe)

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Englands Geldschwemme lässt Neuer kalt

Bayern-Keeper Manuel Neuer glaubt nicht, dass die Bundesliga in englischen Geldfluten untergehen wird.
Bayern-Keeper Manuel Neuer glaubt nicht, dass die Bundesliga in englischen Geldfluten untergehen wird.(Foto: imago/Team 2)

Im Wettbewerb der Bundesliga mit der Premier League setzt Bayern Münchens Fußball-Weltmeister Manuel Neuer darauf, den wirtschaftlichen Nachteil auf dem Platz wettzumachen. "Da sind wir Spieler am Zug, dass wir die Bundesliga so attraktiv machen, dass sie aufgewertet wird im internationalen Vergleich", sagte der Torhüter in einem Interview des "Münchner Merkur" und ergänzte: "Ich glaube, mit dem Spiel in Dortmund haben wir beste Werbung gemacht." Dass die englischen Vereine dank ihrer TV-Milliarden den Clubs der Bundesliga in Zukunft arge Probleme bereiten werden, glaubt Neuer nicht - zumindest nicht im Vergleich zu anderen Ligen. "Englands Kaufkraft ist sicherlich eine Gefahr, aber ich glaube, dass wir in Deutschland ein bisschen anders dastehen als die anderen Ligen", sagte der 29-Jährige. "Weil wir sehr gesund sind und nicht die Probleme haben wie viele Vereine in Spanien oder Italien." (cwo)

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Wendell würde Reals Lockruf sofort folgen

Wie lang wird's Wendell noch in Leverkusen halten?
Wie lang wird's Wendell noch in Leverkusen halten?(Foto: imago/MIS)

Real Madrid ist offenbar an Bayer Leverkusens Linksverteidiger Wendell interessiert. Dies berichtet die spanische Fachzeitung "AS". Die "Königlichen" sind angeblich bereit, 35 Millionen Euro Ablöse für den Brasilianer zu bezahlen, der bei Bayer noch bis zum 30. Juni 2019 unter Vertrag steht. Wendell wäre über einen Wechsel in die spanische Metropole hocherfreut. "Ich würde zu Fuß nach Spanien laufen", sagte der 22-Jährige, meinte aber auch: "Ich darf nicht vergessen, dass ich noch nicht da bin. Ich bin bei Bayer Leverkusen." Für jeden Spieler jeder Nationalität sei es "Traum, für Real Madrid zu spielen". Das Interesse würde ihn nun motivieren, "noch besser zu spielen, sodass das Interesse des Klubs nicht nur andauert, sondern sich noch weiter verstärkt. Hoffentlich klappt es dann mit dem Wechsel." Wendell würde die Tradition brasilianischer Linksverteidiger bei Real fortsetzen. Nach Roberto Carlos besetzt aktuell Marcelo die Position. Eine Alternative gibt es im Kader von Trainer Zinedine Zidane aber bislang nicht. (kbe)

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Buffon braucht nur noch vier Minuten zum Superrekord

Er nähert sich der 40 und ist weiter einer der weltbesten Torhüter: Gianluigi Buffon.
Er nähert sich der 40 und ist weiter einer der weltbesten Torhüter: Gianluigi Buffon.(Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto)

Gianluigi Buffon von Meister Juventus Turin, Bayern Münchens Achtelfinalgegner in der Champions League, steht in der italienischen Serie A vor einem neuen Meilenstein. Der viermalige Welttorhüter ist nach dem 1:0 gegen Sassuolo Calcio seit 926 Minuten ohne Gegentor. Dem 38-Jährigen fehlen damit nur noch vier Minuten, um die Liga-Bestmarke von Milan-Keeper Sebastiano Rossi aus der Saison 1993/94 zu verbessern.

Italiens Torwart-Legende Dino Zoff hat Buffon dagegen am Freitagabend bereits überholt. "Dino Nazionale" war in der Saison 1972/73 mit "Juve" 903 Minuten ohne Gegentreffer geblieben. "Ich war mir sicher, dass Buffon meine Bestmarke einholen würde. Buffon ist ein Torwart, der sich nicht nur mit seinem Talent begnügt hat, sondern auch an seiner Persönlichkeit viel gearbeitet hat", sagte Zoff der Gazzetta dello Sport. (shu)

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Nächster Rassismus-Eklat bei Kloses Lazio

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat laut italienischen Medien ein Disziplinarverfahren gegen Lazio Rom eingeleitet. Der Klub von Weltmeister Miroslav Klose ist wegen rassistischen Verhaltens seiner Anhänger beim Europa-League-Match gegen Sparta Prag (1:1) am vergangenen Donnerstag ins Visier der Uefa geraten. Lazio-Fans hatten rassistische Chöre angestimmt und faschistische Gesten vollzogen.

Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, könnte Lazio aus europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden. Zuletzt waren Lazio-Fans beim Serie-A-Match gegen SSC Neapel am 3. Februar negativ aufgefallen. Sie hatten den dunkelhäutigen Neapel-Verteidiger Kalidou Koulibaly rassistisch beleidigt. Daraufhin wurde die Lazio-Fankurve für zwei Spiele geschlossen. Die Lazio-Hooligans sind schon seit Jahren für ihre rechtsextremen Positionen bekannt. (shu)

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Den Fußball-Nachrichtenticker von Freitag, den 11. März finden Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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