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Nike auf der Brust, Adidas in der Hand: Mario Götze bei seiner offiziellen Vorstellung in München.
Nike auf der Brust, Adidas in der Hand: Mario Götze bei seiner offiziellen Vorstellung in München.(Foto: dpa)

Neuzugang Götze posiert im Nike-Shirt: FC Bayern entschuldigt sich bei Adidas

Die Vorstellung von 37-Millionen-Neuzugang Mario Götze geht für den FC Bayern gründlich schief. Grund ist die Kleiderwahl des Jungstars: Er erscheint in einem Nike-Shirt. Ein Affront gegen den langjährigen Ausrüster und Anteilseigner Adidas, der entsprechend angesäuert reagiert.

Der erste Auftritt von Mario Götze bei Bayern München hat zu Spannungen zwischen dem deutschen Fußball-Rekordmeister und seinem Ausrüster Adidas geführt, der gleichzeitig Anteilseigner bei der FC Bayern München AG ist. Der 21 Jahre alte Mittelfeldstar war bei seiner Präsentation in einem T-Shirt mit dem Schriftzug seines Privatsponsors Nike erschienen. Das Logo des Adidas-Konkurrenten prangte unübersehbar auf der Brust des Mittelfeldspielers und entsprechend auch auf allen Fotos von Götzes Vorstellung.

Für Adidas war das eine untragbare Situation. "Die Bilder von der Pressekonferenz mit Mario Götze haben uns negativ überrascht. Vertraglich ist das natürlich nicht zulässig, da es sich um einen offiziellen Termin des Adidas-Partners FC Bayern handelt. Wir haben das bereits mit dem FC Bayern München besprochen", sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

Untröstliche Münchner

Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick hatte sich nach der Pressekonferenz umgehend bei Adidas entschuldigt. Man habe dem Unternehmen aus Herzogenaurach versprochen, "dass so etwas nicht wieder vorkommen wird". Das Shirt sei in der allgemeinen Hektik "durchgegangen, das ärgert uns selbst". Allerdings war auch der zweite vorgestellte Neuzugang Jan Kirchhoff (früher FSV Mainz 05) in einem Shirt seines Privatsponsors Nike erschienen. An Zufall zu glauben fällt da schwer, auch wenn Kirchhoff beteuerte, er habe einfach "das erstbeste Hemd" gegriffen.

Auch das Management von Götze bedauerte im einem Telefonat mit Adidas den Vorfall. Der Mittelfeldspieler ist durch seinen Vertrag mit Nike berechtigt, deren Fußballschuhe im Spiel zu tragen. Bei offiziellen Bayern-Terminen müsse "den Anforderungen unseres Ausrüsters gerecht werden", betonten die Bayern.

Adidas ist seit Jahrzehnten Ausrüster des Vereins. Der Vertrag läuft noch bis 2020. Seit 2002 ist das fränkische Unternehmen aber auch mit 9,4 Prozent an der FC Bayern München AG beteiligt. Für diesen Anteil zahlte Adidas damals 77 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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