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Schon heute sind Schiedsrichterentscheidungen über (vermeintliche) Abseitspositionen oft mit heftigen Debatten verbunden.
Schon heute sind Schiedsrichterentscheidungen über (vermeintliche) Abseitspositionen oft mit heftigen Debatten verbunden.(Foto: picture alliance / dpa)

Das kann heiter werden: Fifa ändert die Abseitsregel

Seit es passives und aktives Abseits im Fußball gibt, geraten Spiele oft zu fröhlichen Diskussionsrunden. Kritiker fordern deshalb, die Regel abzuschaffen oder zumindest zu vereinfachen. Die Fifa ändert die Abseitsregel jetzt tatsächlich. Allerdings ist zweifelhaft, ob es dadurch für die Schiedsrichter leichter wird, richtig zu entscheiden.

In der kommenden Saison stehen Schiedsrichtern, Spielern, Trainern und Fans neue hitzige Diskussionen ins Haus. Der Grund: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ändert die Fifa die - ohnehin nicht ganz einfache - Abseitsregel. Demnach könnte es für die Unparteiischen noch schwerer werden, die richtige Entscheidung zu fällen.

Und das ändert sich: Nach bisheriger Regellage ist ein Stürmer passiv im Abseits, wenn er zwar der Torlinie näher ist als der Ball und als der vorletzte Gegenspieler, jedoch nicht in den laufenden Angriff eingreift. Wenn in diesem Moment ein Verteidiger den Ball aus Versehen zu diesem Stürmer spielt, hat der Angreifer Glück, darf eingreifen und - wenn es gelingt - ein Tor erzielen.

Nach der neuen Fassung der Fifa-Regel ist das nicht mehr möglich. Also: Steht ein Stürmer passiv im Abseits und kommt durch einen missglückten Pass eines Verteidigers zurück ins Spiel, steht der aktiv im Abseits und der Schiedsrichter müsste pfeifen - sofern er die Situation im Eifer des Gefechts richtig deutet. Denn prallt der Ball unabsichtlich vom Verteidiger zum Stürmer, bleibt es dabei: kein Abseits.

Collina muss die Regel erklären

Zudem eröffnet diese Regel womöglich eine neue, vermutlich ungewollte, Möglichkeit für Abwehrspieler, eine Situation zu bereinigen. Fühlen sie sich in einer Situation, wie sie oben beschrieben ist, in Bedrängnis, müssten sie nur den Ball zum Gegner passen, um einen Freistoß zu bekommen und sich damit zu befreien.

Laut "Bild"-Zeitung ist jedoch noch nicht geklärt, wie diese Regel ausgelegt werden soll. Derzeit laufen noch die Schulungen der Schiedsrichter in den einzelnen Ländern. In der kommenden Woche will Uefa-Chef-Schiri Pierluigi Collina seinen deutschen Kollegen eröffnen, wie sie die Neuerung zu verstehen haben.

Quelle: n-tv.de

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