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Berliner Stadtrivalen in der 2. Liga: Hertha duselt, Union auch

Erstliga-Absteiger Hertha BSC hat den sofortigen Wiederaufstieg weiter direkt vor Augen. Beim VfR Aalen feiert der Hauptstadtklub einen knappen Erfolg und beweist, dass es auch ohne Tore von Ronny geht. Stadtrivale Union siegt daheim zwar nicht, ist aber trotzdem glücklich.

Was zu beweisen war: Hertha kann auch ohne Tore von Ronny gewinnen.
Was zu beweisen war: Hertha kann auch ohne Tore von Ronny gewinnen.(Foto: dpa)

Hertha BSC eilt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter mit Riesenschritten dem Aufstieg entgegen, dagegen verspielte der Stadtrivale Union wohl auch die letzte Chance auf den Sprung in die erste Liga. Während die Hertha mit Minimalistenfußball nach einem Tor von Marcel Ndjeng (76.) 1:0 (0:0) beim Aufsteiger VfR Aalen gewann und seit 20 Spielen ungeschlagen ist, kam Union gegen den FC Ingolstadt nicht über ein glückliches 1:1 (0:0) hinaus.

Hertha liegt mit 49 Zählern weiter zwei Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig, der am Freitag ebenfalls 1:0 beim Tabellenletzten Jahn Regensburg gewonnen hatte. Der Abstand zum 1. FC Kaiserslautern auf dem Relegationsplatz beträgt elf Zähler, die Pfälzer sind am Sonntag (13.30 Uhr) beim MSV Duisburg zu Gast. 8119 Zuschauer sahen in Aalen eine ganz schwache Partie. Die Gastgeber verlegten sich auf die Defensive und wären mit einer Nullnummer wohl zufrieden gewesen. Bezeichnenderweise gab Adrian Ramos den ersten Torschuss der Berliner erst in der 41. Minute ab, er verfehlte allerdings das Aalener Tor deutlich. Nach der Pause wurde das Spiel auch nicht besser. Der Hertha reichte jedoch eine Torchance: Ramos setzte sich durch und passte quer auf Ndjeng, der ins leere Tor traf.

Nemec rettet einen Union-Punkt

Union bleibt mit 32 Punkten zumindest vorübergehend Vierter. Adam Nemec bewahrte die Gastgeber mit seinem Tor (85.) vor der ersten Heimniederlage seit dem 28. Oktober 2012. Florian Heller hatte den FC Ingolstadt (30 Punkte) in Führung gebracht. In der Nachspielzeit vergab Ilian Micanski den Sieg für die Gäste, als er einen Foulelfmeter an die Latte lupfte. Fehlpässe, Missverständnisse, kaum Torchancen - die 15.461 Zuschauer an der Alten Försterei bekamen von Beginn an eine ganz schwache Begegnung geboten. Größter Aufreger in der ersten Halbzeit war ein Foul von Union-Schlussmann Daniel Haas an Heller, doch der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Norbert Grudzinski (Hamburg) blieb aus.

Nach dem Wechsel kam etwas mehr Leben in die Partie. Simon Terodde (46.) und Torsten Mattuschka (54.) vergaben zunächst die ersten Möglichkeiten für die Berliner. Dann nutzte Heller eine Unordnung in der Abwehr der Gastgeber und schloss eine schöne Kombination mit seinem ersten Saisontor ab. Nemec traf per Kopf zum Ausgleich.

Quelle: n-tv.de

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