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Schalkes Abwehr um Naldo ließ der hochgelobten Leipziger Offensive um Nationalstürmer Timo Werner keinen Stich.
Schalkes Abwehr um Naldo ließ der hochgelobten Leipziger Offensive um Nationalstürmer Timo Werner keinen Stich.(Foto: dpa)
Samstag, 19. August 2017

Königsblaue Euphorie: Schalke lässt RB Leipzig keine Chance

Schalke 04 beschert seinem neuen Trainer Domenico Tedesco einen perfekten Bundesliga-Einstand und verdirbt RB Leipzig den Saisonstart. Die Königsblauen überzeugen gegen den Vizemeister mit einer starken Leistung. Einen Elfmeter nutzen die Schalker eiskalt aus.

Der FC Schalke 04 hat seinem neuen Trainer Domenico Tedesco mit einer disziplinierten und engagierten Vorstellung einen perfekten Bundesliga-Einstand beschert. Der Revierclub besiegte im Topspiel des ersten Bundesliga-Spieltags den Vorjahres-Zweiten RB Leipzig verdient mit 2:0 (1:0). Der Algerier Nabil Bentaleb brachte den Revierclub vor 61.435 Zuschauern in der Veltins-Arena in der 43. Spielminute per Foulelfmeter in Front. Jewgeni Konopljanka (73.) machte den Auftaktsieg nach einem tollen Konter perfekt.

Dabei musste der neue Schalke-Coach zunächst noch den Ausfall des Österreichers Guido Burgstaller verkraften, der sich im Abschlusstraining am Fuß verletzt hatte. Weil Breel Embolo noch Trainingsrückstand hat, rückte unverhofft Franco Di Santo ins Sturmzentrum. Der lange verletzte Angreifer nutze seine Chance mit einer vielversprechenden Leistung. Von den Neuzugängen feierten der quirlige Franzose Amine Harit und der Ex-Frankfurter Bastian Oczipka gute Bundesliga-Premieren im königsblauen Dress.

(Foto: dpa)

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bot in der Startelf Konrad Laimer als einzigen Neuen auf, der für sieben Millionen Euro vom Partnerclub aus Salzburg gekommen war. Der nach einer Angina noch etwas geschwächte Emil Forsberg kam erst nach dem 0:1-Rückstand zur zweiten Spielhälfte, bewirkte aber auch nicht mehr viel. RB-Stürmer Timo Werner, dem die Schalke-Fans seine Schwalbe beim 1:2 in Leipzig vor einem Jahr nicht verziehen haben, zeigte sich zunächst unbeeindruckt von den Pfiffen, baute später aber stark ab.

Der Meisterschafts-Zweite der Vorsaison hatte zwar in der ersten halben Stunde mehr Ballbesitz, kreierte daraus aber praktisch keine echte Torchance. Das lag vor allem an der von Naldo gut organisierten Dreierabwehrkette, auch seine Nebenleute Thilo Kehrer (rechts) und Matija Nastasic (links) verrichteten ihren Job engagiert und zuverlässig. Der neue Kapitän, Torhüter Ralf Fährmann, wurde gar nicht gefordert.

Die erste Möglichkeit zur Führung hatte der spätere Torschütze Bentaleb (29.). Doch den Schuss des Algeriers aus gut 20 Metern parierte RB-Keeper Peter Gulacsi großartig. Schalke versuchte, bei Ballgewinn schnell das Mittelfeld zu überbrücken. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging das Konzept auf: Nach einem langen Ball rempelte Dayot Upamecano den enteilten Di Santo im Strafraum. Den fälligen Elfmeter hämmerte Bentaleb ins Netz.

Trainer-Konzept greift

Anders all im Vorjahr unter Trainer Markus Weinzierl war bei den Gastgebern ein Konzept zu erkennen, auch wenn noch nicht alles klappte. Stabile Defensive, aggressives und frühes Pressing, schnelles Umschalten - der Revierclub scheint auf einem guten Weg.

Zwar verstärkte der Champions-League-Teilnehmer im zweiten Durchgang den Druck, doch gute Chancen sprangen kaum heraus, weil Schalke auch ohne den früheren Kapitän Benedikt Höwedes die Ordnung in der Defensive bis zum Ende behielt. Das 2:0 durch den Ukrainer Konopljanka nach herrlichem Harit-Zuspiel machte die Glückseligkeit der Schalke-Fans vollkommen.

Quelle: n-tv.de

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