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Und England war entsetzt: Der Treffer gegen Deutschland bei der WM 2010 zählte nicht.
Und England war entsetzt: Der Treffer gegen Deutschland bei der WM 2010 zählte nicht.(Foto: picture alliance / dpa)

Fußball-Revolution in Brasilien : Torlinientechnik kommt

Der Fußball-Weltverband rückt von der augenblicklichen Tatsachenentscheidung ab - zumindest in Bezug auf Treffer. Bei der WM 2014 in Brasilien setzt die Fifa erstmals ein technisches Hilfsmittel für die Torlinie ein. Welches System, ist noch nicht klar.

Der Fußball-Weltverband Fifa wird 2014 in Brasilien erstmals bei einer Weltmeisterschaft die Torlinien-Technologie einsetzen. Nach einem erfolgreichen Test bei der Vereins-WM im Dezember 2012 soll die neue Technik auch beim Confederations Cup in diesem Sommer angewendet werden, teilte die Fifa mit.

Eine Entscheidung, welche Technik den Zuschlag bekommt, soll Anfang April fallen. Zwei Anbieter sind bisher lizenziert worden: zum einen das System "GoalRef", das strittige Szenen mit einem Chip im Ball erkennen soll und im Erlangener Fraunhofer-Institut entwickelt wurde, oder das "Hawk-Eye". Das aus dem Tennis bekannte Kamera-System hat den Nachteil, das es nicht funktioniert, sollte ein Spieler den Ball mit seinem Körper verdecken.

DFB skeptisch

Nach dem Beschluss des "International Football Association Board" (Ifab), das vergangenen Sommer die Technik grundsätzlich als zulässig erklärte, hatte sich sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach skeptisch gezeigt. "Schnellschüsse in der Umsetzung darf es nicht geben", so Niersbach. Ein zeitnaher Einsatz der technischen Hilfsmittel in der Champions- oder Europa League scheint ebenfalls ausgeschlossen. Uefa-Präsident Michel Platini hatte sich bislang immer als Gegner der Technik gezeigt.

Jürgen Klopp, Coach von Borussia Dortmund, sagte bereits vor Monaten lapidar: "Wenn ein Spieler ein Tor schießt, finde ich es ganz praktisch, wenn es dann auch gilt."

Da das Lizenzierungsverfahren derzeit noch läuft, könnten sich aber auch weitere Interessenten bewerben, erklärte der Weltverband. Die Forderungen nach einem solchen System waren unter anderem auch wegen eines nicht anerkannten Treffers von England gegen Deutschland im WM-Achtelfinale 2010 erneut aufgekommen.

Quelle: n-tv.de

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