Mittwoch, 18. November 2009
Ein Mann sieht orange: 160.000 Euro für "Flatrate"
Der französische Handy- und Internet-Anbieter Orange schockiert Kunden mit Monatsrechnungen von mehreren zehntausend Euro. "Anfangs habe ich gedacht, dass es sich um einen Scherz handelt", sagt der Notarzt Jean Spadaro aus Fontainebleau. Er habe im April 2008 ein "unbegrenztes" Abonnement für mobiles Internet zum Monatspreis von 50 Euro unterzeichnet. "Als ich die Rechnung für Mai bekam, traute ich meinen Augen nicht: 159.212 Euro für einen Monat Verbindungen."
Kein Einzelfall
Spadaro ist kein Einzelfall. Ein Franzose aus der Nähe von Valenciennes hatte jüngst erklärt, Orange habe ihm für August 45. 000 Euro in Rechnung gestellt. Auch er hatte ein "unbegrenztes" Abonnement unterzeichnet. Dies bezieht sich laut der France-Télécom-Tochter aber nur auf eine zeitlich unbegrenzte Nutzung und nicht auf die Menge der heruntergeladenen Daten, die begrenzt ist. Bei umfangreicheren Downloads fallen Zusatzgebühren an. Auch ein Versicherungsvertreter aus der Nähe des westfranzösischen Nantes fiel auf diese Weise auf das "Unbegrenzt"-Angebot herein. Von ihm will Orange 39.500 Euro.
AFP
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