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Offenbar steckt die Hackergruppe "Anonymous" hinter der Cyber-Attacke auf die US-Notenbank.
Offenbar steckt die Hackergruppe "Anonymous" hinter der Cyber-Attacke auf die US-Notenbank.

Vergeltungsangriff für Aaron Swartz: Anonymous hackt US-Zentralbank

Hacker nutzen ein Sicherheitsleck und brechen in eine interne Webseite der US-Notenbank ein: Die Sicherheit des US-Finanzsystems ist nicht gefährdet. Dafür stehlen die Einbrecher geheime Kontaktdaten tausender Banker. Hinter der Cyberattacke soll die Hackergruppe "Anonymous" stecken – sie will sich offenbar für den Tod von Netzaktivist Swartz rächen.

Die US-Notenbank Fed ist Opfer einer Attacke von Computerhackern geworden. Eine Sprecherin der Zentralbank räumte ein, dass Hacker die Sicherheitssysteme der Zentralbank überwunden und kurzzeitig Zugriff auf eine interne Webseite der Federal Reserve gehabt hätten. Das Datenleck sei mittlerweile behoben, sagte die Sprecherin. Es seien keine für die Sicherheit und die Funktion des US-Geldsystems oder anderer Aufgaben der Zentralbank kritische Daten von Unbefugten eingesehen oder entwendet worden. Die Zentralbank räumte allerdings ein, es seien Informationen entwendet worden, sagte aber nicht, welche.

Auf der Seite sollen sich Telefonnummern, Emailadressen, Logins und IP-Adressen von rund 4000 Bankern befunden haben, mit denen die Notenbank im Katastrophenfall in Verbindung getreten wäre, um die nationale Geldversorgung der USA aufrecht zu erhalten. Die Fed wollte dies nicht bestätigen. Allerdings heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder des Notfall-Kommunikations-Systems ECS der Fed, dass Post- und Mailadressen, Telefon-, Handy- und Faxnummern der Mitglieder öffentlich gewesen seien. Alle Betroffenen seien informiert worden. Passwörter seien aber nicht gestohlen worden.

Bei dem Cyberangriff dürfte es sich um ein Manöver der Hackergruppe "Anonymous" handeln. Nach US-Medienberichten hatten die Computeraktivisten bereits am Wochenende über den Kurznachrichten-Dienst Twitter bekanntgegeben, dass sie Daten von über 4.000 Bankern in ihren Besitz gebracht hätten. Die Aktivisten protestieren seit gut einem Monat mit Aktionen gegen die Regierung und öffentliche Stellen wegen der Behandlung des in den USA bekannten Hackers Aaron Swartz. Swartz drohten im Falle seiner Verurteilung wegen Datenraubs bis zu 31 Jahre Gefängnis. Swartz hatte mehr als vier Millionen akademische Artikel aus der Datenbank JSTOR gestohlen. Er beging Mitte Januar Selbstmord.

Quelle: n-tv.de

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