Montag, 29. März 2010
Straßenkampf in Oldenburg: Anschlag auf Google-Auto
Ein Kraftfahrzeug einer für das Internet tätigen Gesellschaft zur bildlichen Dokumentierung von Straßenzügen.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Bisher blieben in Deutschland die Protestaktionen gegen Googles Navigationsdienst Street View friedlich und bewegten sich im legalen Rahmen. In Niedersachsen wurde diese Grenze jetzt erstmals überschritten. Unbekannte demolierten nachts in Oldenburg ein Auto des Dienstes. Sie durchtrennten das Kabel, das die Kamera auf dem Dach mit der Aufnahmeeinheit im Fahrzeuginneren verbindet. Außerdem stachen sie einen der Reifen des Opel platt.
Plattfuß-Warnung verhindert Schlimmeres
Immerhin waren die Täter so anständig, den ahnungslosen Google-Mitarbeiter vor der Gefahr zu warnen: Sie steckten einen Zettel mit einem Hinweis auf den Plattfuß unter einen Scheibenwischer.
In ihrer Pressemeldung erwähnt die Polizeiinspektion Oldenburg Google Street View nicht wörtlich. Sie umschreibt den Arbeitgeber des Opfers als "eine für das Internet tätige Gesellschaft zur bildlichen Dokumentierung von Straßenzügen". Experten sind sich jedoch einig, dass damit nur der Dienst des Suchmaschinenanbieters gemeint sein kann. Google hat sich zu dem Anschlag noch nicht geäußert.
kwe
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