Technik

BSI empfiehlt Notfall-CD: BKA-Trojaner richtig entfernen

Wer einen Erpresser-Trojaner auf der Festplatte sitzen hat, wird ihn nicht mehr so einfach los. Aktuell nervt der sogenannte "BKA-Trojaner" viele Nutzer. Das BSI empfiehlt, dem Schädling mit einer Notfall-CD zu Leibe zu rücken. Aber nicht jeder Ersthelfer ist dazu in der Lage.

PC-Anwender müssen sich derzeit vor Schadsoftware vorsehen, die vermeintlichvom Bundeskriminalamt (BKA) oder von Microsoft stammt und den PC blockiert. Um den"BKA-Schädling" loszuwerden, empfehlen Experten den Einsatz einer Notfall-CD.

Der eine Schädling gibt sich als amtlicher Trojaner aus und droht mit dem Löschender Festplatte, wenn nicht ein bestimmter Betrag bezahlt wird. Die andere Schadsoftwaregaukelt Lizenzprobleme mit Windows vor, blockiert den PC und fordert das Anwähleneiner teuren Auslandsrufnummer zum Entsperren. Laut dem Bundesamt für Sicherheitin der Informationstechnik (BSI) kann man den Rechner aber womöglich mit der Eingabedes Codes 1351236 befreien.

Kaspersky-CD gratis und wirksam

Deshalb sollten Nutzer keinesfalls Lösegeld zahlen oder die Nummern anrufen.In einem Test hat das BSI festgestellt, dass nicht jede Notfall-CD den "BKA-Schädling"vollständig entfernt. Zumindest der kostenlosen Kaspersky Rescue Disk 10 sei esgelungen, das System ganz vom Schadprogramm zu reinigen und Veränderungen am Betriebssystemrückgängig zu machen. Mit einer Notfall-CD kann der Rechner gestartet, repariertoder wiederhergestellt werden.

In beiden Fällen sei nicht auszuschließen, dass durch die jeweilige Infektionweitere Schadprogrammen auf dem Rechner installiert worden sind, warnt das BSI.Es empfiehlt Nutzern deshalb, ihr System neu aufzusetzen - zum Beispiel mit Hilfeeines Backups, das vor der Infektion erstellt wurde.

Die Schadsoftware verbreitet sich übers Internet: Beim Surfen nutzt sie Schwachstellenim Betriebssystem oder in Anwenderprogrammen aus (Drive-by-Exploits), um sich imSystem zu installieren. Das BSI rät deshalb, stets einen aktuellen Virenschutz zubenutzen und Updates für Betriebssystem und Anwendungen - vor allem Browser, PDF-Programm,Flash, Java und Multimedia-Player - immer zeitnah einzuspielen.

Quelle: n-tv.de