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Mittwoch, 24. März 2010

Scharf gewürzter Tratsch: Brasilien bittet Google zur Kasse

Orkut sieht aus wie Facebook in Pink.

Orkut sieht aus wie Facebook in Pink.

Der US-Internetriese Google muss in Brasilien ein Bußgeld zahlen, weil er beleidigende Seiten in seinem sozialen Netzwerk Orkut nicht zensiert. Das Oberste Gericht des nordbrasilianischen Bundesstaats Rondonia ordnete eine tägliche Zahlung von umgerechnet 2100 Euro an, solange die beiden Gruppen mit den Titeln "Scharf gewürzter Tratsch" und "Scharf gewürzter Tratsch, die Rückkehr" online bleiben. Darin werden den Angaben zufolge zwei Jugendliche beleidigt. Orkut funktioniert ähnlich wie das Online-Netzwerk Facebook und ist vor allem in Brasilien sehr beliebt.

Was in China geht, geht auch in Brasilien

Das Gericht forderte den Internetkonzern zudem auf, künftig die Einrichtung von beleidigenden Seiten zu verhindern. Das Argument von Google Brasilien, dafür nicht über genügend technische Mittel und Personal zu verfügen, wies das Gericht mit Verweis auf die bisherigen Aktivitäten des Konzerns in China zurück. In der Volksrepublik habe Google schließlich auch schon entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Seine selbst auferlegten Beschränkungen für China hatte Google nach einem monatelangen Streit über Hackerangriffe und Zensurbestimmungen für beendet erklärt. Die Besucher der Website google.cn werden künftig auf die unzensierte Seite google.com.hk mit Servern in Hongkong umgeleitet.

AFP

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