Technik
"Wir wurden gerade an McDonald's verkauft", war der erste Tweet nach dem Burger-Hack.
"Wir wurden gerade an McDonald's verkauft", war der erste Tweet nach dem Burger-Hack.(Foto: REUTERS)

30.000 Follower gewonnen: @BurgerKing ist wieder da

Bislang hatte Burger King rund 80.000 Follower bei Twitter. Kaum wird der Account gehackt und mit derben Späßen gefüllt, geht die Zahl deutlich nach oben. Mittlerweile ist @BurgerKing wieder in der Hand des Fastfood-Riesen. "Interessanter Tag hier bei Burger King", lautet der erste Tweet.

Das Twitter-Konto von Burger King ist für über eine Stunde von unbekannten Witzbolden gekapert worden. Sie verkündeten bei dem Kurznachrichtendienst am Montag als erstes den Verkauf an den Fast-Food-Rivalen McDonald's - "weil der Whopper gefloppt ist". Das Burger-King-Logo wurde entsprechend durch das von McDonald's ersetzt. Danach folgten geschmacklose Scherze über den angeblichen Drogenkonsum von Mitarbeitern. (Buzzfeed hat die Tweets gesammelt.)

Erst nach gut einer Stunde wurde @BurgerKing von Twitter gesperrt - er gewann in dieser Zeit rund 30.000 neue Follower. Am frühen Morgen europäischer Zeit bekam das Unternehmen sein Twitter-Konto wieder zurück und begrüßte die neuen Fans mit der Hoffnung, dass sie bleiben mögen. "Interessanter Tag hier bei Burger King", hieß es im ersten Tweet nach dem Zwischenfall. Die neuen Follower wird Burger King so sicher nicht halten können: Acht Stunden später war dies immer noch die einzige Reaktion auf den Hack.

Der offizielle Account von Burger King hatte bisher rund 80.000 Twitter-Abonnenten. Das war deutlich weniger als bei der Konkurrenz - McDonald's etwa folgen mehr als 960.000 und Wendy's gut 148.000 Twitter-Nutzer.

Noch ist unklar, wer auf welche Weise in das Twitter-Profil eingebrochen ist. Als die Hacker ihre Scherze trieben, behielt das Konto die ganze Zeit weiter das blaue Häkchen, das eigentlich die Echtheit eines von Twitter selbst bestätigten Accounts garantiert. Nach der Freischaltung am Dienstagmorgen fehlte das Zeichen dagegen zunächst.

Von der Konkurrenz bekam die Brutzelbude Mitgefühl. "Mein Alptraum spielt sich gerade bei @BurgerKing ab", schrieb Amy Rose Brown, die beim Konkurrenz-Unternehmen Wendy's die Social-Media-Aktivitäten betreut. Das Twitter-Team von McDonald's drückte den Kollegen sein Mitgefühl aus - und stellte zur Sicherheit klar: "Seid versichert, wir hatten nichts mit dem Hack zu tun."

Die Hacker behaupteten laut Medienberichten, sie gehörten zur Spaß-Guerilla LulzSec, die seit 2011 ab und an ihr Unwesen im Netz treibt. Allerdings war die Gruppe aus dem Umfeld der Anonymous-Bewegung schon immer so lose organisiert, dass sich jeder zum Mitglied erklären konnte. Sie hatte auch schon ihre Auflösung bekanntgegeben, doch der Name tauchte auch später wieder auf.

Es ist nicht das erste Mal, dass offizielle Twitter-Konten geknackt werden. So wurde vor einigen Monaten der Account des US-amerikanischen Tech-Blogs Gizmodo über das Profil eines früheren Mitarbeiters gekapert. Twitter räumte vor wenigen Wochen einen Angriff auf seine Server ein, bei dem unter den Daten von bis zu 250.000 Nutzern auch verschlüsselte Passwörter gewesen sein könnten. Das Unternehmen hatte damals allerdings die möglicherweise bedrohten Passwörter blockiert und die Nutzer informiert.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen