Montag, 03. Mai 2010
Zeitfresser Terminfindung: Doodle boomt
Jeder, der sich schon einmal mit mehr als zwei Leuten verabreden wollte, kennt das Problem: einen gemeinsamen Termin zu finden, ist oft nicht leicht. So bald einer nicht kann, geht das Hin und Her los. "Web scheduling" kann helfen.
doodle-Erfinder und CEO Michael Näf (Foto: Flurina Rothenberger)
Der nach eigenen Angaben marktführende Online-Terminplaner Doodle meldet Rekordwachstum. 6 Millionen Menschen monatlich nutzen inzwischen das Angebot - doppelt so viele wie im Vorjahr.
Doodle (nicht verwandt oder verschwägert mit den zu besonderen Anlässen kunstvoll gestalteten Google-Logos gleichen Namens) ist einfach zu bedienen und erleichtert es tatsächlich ungemein, einen Termin abzustimmen - sei es eine geschäftliche Besprechung oder ein Treffen mit Freunden und Familie. Man gibt einfach passende Daten auf der Seite ein und verschickt einen sicheren Web-Link als Einladung. Einer schlichten Liste lässt sich später entnehmen, wann die meisten Eingeladenen Zeit haben.
Schlicht und effizient: Doodle.com
Aus der Anwendung, 2003 zunächst nur für den Eigenbedarf entwickelt, hat sich inzwischen ein veritables Unternehmen entwickelt, das seit 2007 als AG im Technopark Zürich firmiert. Doodle-Gründer Michael Näf: "Gängige elektronische Kalender stoßen an ihre Grenzen, wenn mehrere Leute einen gemeinsamen Termin suchen, besonders dann, wenn die Teilnehmer nicht dasselbe Kalendersystem benutzen."
Das Tool ist äußerst flexibel und ohne Registrierung oder Softwaredownload verfügbar. Neben der Gratisvariante gibt es werbefrei das Premium Doodle-Abo und die Firmenlösung Branded Doodle. Auch eine eigene iPhone App steht zur Verfügung. Zu den Anwendern zählen etwa die Deutsche Hochschule der Polizei, die Uni St. Gallen oder Sun Microsystems.
tle
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