Donnerstag, 12. August 2010
Von wegen doofe Computerkids: Gamer sind gebildete Männer
Computerspieler sind eher männlich und höher gebildet. Das geht aus einer repräsentativen
Studie der Universität Hohenheim in Stuttgart hervor. Für die Untersuchung wurden
mehr als 4500 Computerspieler in Deutschland befragt.
29 Prozent der sogenannten Gamer haben Abitur, in der Gesamtbevölkerung sind
es 22 Prozent. Etwa jeder vierte Deutsche, der 14 Jahre oder älter ist, spielt am
Computer. Das sind etwa 16,8 Millionen. Die Quote der männlichen Spieler liegt bei
30 Prozent, die der weiblichen bei 19 Prozent.
Je oller, desto doller
Je älter die Gamer sind, desto häufiger spielen sie allein. Wer erwachsen wird,
legt Maus oder Controller nicht so schnell beiseite: Auch 22 Prozent der über 18-Jährigen
suchen Anregung und Unterhaltung in Computerspielen. Inzwischen gebe es sogar noch
bis zum Alter von 50 Jahren relevante Spielergruppen, erklärten die Wissenschaftler.
"Computer- und Videospiele werden erwachsen", heißt es in der Untersuchung.
"Das Hobby "Gaming" ist in der Gesellschaft angekommen", sagt
Studienleiter Thorsten Quandt. Die Expertise widerlege zudem das Vorurteil, dass
Spieler sozial isoliert seien. Nur 29 Prozent spielen immer allein. 39 Prozent spielen
über das Internet mit anderen, 55 Prozent sitzen mit Freunden am Bildschirm.
dpa
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