Technik
Catalin Alexandru Duru auf seinem Hoverboard.
Catalin Alexandru Duru auf seinem Hoverboard.(Foto: Guinness World Records)
Dienstag, 14. Juli 2015

Rumäne schwebt übers Wasser: Hoverboard stellt Weltrekord auf

In Kanada stellt ein Tüftler einen neuen Hoverboard-Rekord auf: Mit einem selbst gebauten Prototypen fliegt er mehrere hundert Meter weit über einen See. Statt Magnetmotoren sorgen Rotoren für den Auftrieb.

Eine Zukunft, in der wir alle mit schwebenden Skateboards durch die Gegend sausen, ist noch nicht in Sicht. Seit Marty McFly im berühmten Film "Zurück in die Zukunft II" einen Ausflug ins Jahr 2015 unternahm und dort auf einem Hoverboard durch die Luft schwebte, versuchen Tüftler, den Traum vom schwebenden Skateboard wahr werden zu lassen. Der Tag, an dem McFly in der Zukunft landet, ist der 21. Oktober 2015, doch bis dahin wird es wohl kein funktionierendes Hoverboard geben, auch wenn ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde aus dem Mai 2015 das glauben macht: Einem Erfinder ist demnach der bisher längste Flug mit einem Hoverboard geglückt.

Der Rekordflug, auf den "Mobilegeeks" hinweist, führte den Rumänen Catalin Alexandru Duru knapp 276 Meter weit über einen See in Kanada. Unter seinen Füßen hatte er dabei ein Hoverboard - so steht es zumindest in der Beschreibung des Rekords, wie man ihn auf der Webseite von "Guinness World Records" finden kann. Doch bei genauerem Hinsehen hat Durus Fluggerät optisch nichts mit dem Hoverboard aus dem Film gemeinsam und auch technisch handelt es sich dabei eher um eine Abwandlung eines Hoverbikes. Angetrieben wird es nämlich mit vier Rotoren, die Duru auf dem Gerät stehend abheben lassen - sein Hoverboard gleicht damit eher einer Drohne als dem Schwebe-Brett aus dem Film, der Flug sieht auch weniger elegant aus.

"Echte" Hoverboards schweben mit Hilfe eines Magnetfelds. Es gibt sie bislang nur als Prototypen. Für Aufsehen sorgte das Crowdfunding-Projekt der US-Firma Hendo, die im Oktober 2014 einen funktionierenden Prototypen zeigten, der mit speziellen Magnetmotoren angetrieben wird und über einer nicht eisenhaltigen Metalloberfläche, zum Beispiel Aluminium, schweben kann. Seitdem hat es keine erkennbaren Fortschritte gegeben, bis zum Stichtag am 21. Oktober wird die Zeit knapp. Auch das Lexus-Hoverboard wird wohl nicht bis dahin fertig sein. Kürzlich stellte der Luxusauto-Hersteller einen eigenen Prototypen vor, ein schwebendes und dampfendes Brett, das mit Flüssigstickstoff gekühlt wird.

Fliegende Motorräder, sogenannte Hoverbikes, könnten dagegen schon bald Realität werden. Cineastisches Vorbild ist hier nicht Marty McFlys Reise in die Zukunft, sondern das "Speeder Bike" aus der "Star Wars"-Reihe. Das US-Militär hat sich erst kürzlich in das Projekt des Tüftler Chris Malloy eingekauft, um die Entwicklung des "Hoverbikes" voranzutreiben. Malloy hatte im Sommer 2014 einen Prototypen vorgestellt, eine Art übergroße Drohne mit rotierenden Propellern, die dem Fluggerät Auftrieb geben. Offenbar sieht das Militär in dem Projekt großes Potenzial, ein Marktstart auf breiter Basis steht aber auch hier noch in den Sternen.

Quelle: n-tv.de

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