Technik

Fachkräftemangel bremst: IT-Firmen suchen 20.000 Mitarbeiter

Jedes dritte IT-Unternehmen klagt über Fachkräftemangel. Insgesamt können 20.000 Stellen nicht besetzt werden. Vertraut man einer EU-Umfrage, wird sich daran auch in den kommenden Jahren nichts ändern.

In der Autobranche arbeiten weit weniger Menschen als bei IT- und Telekommunikationsfirmen.
In der Autobranche arbeiten weit weniger Menschen als bei IT- und Telekommunikationsfirmen.(Foto: Bitkom)

Die IT- und Telekommunikationsbranche ist mit 846.000 Beschäftigten nach dem Maschinen- und Anlagenbau der zweitgrößte Arbeitgeber in der deutschen Industrie. Die meisten Mitarbeiter – 599.000 – sind im Bereich Informationstechnik tätig.

In der Telekommunikation arbeiten 236.000 Menschen, die digitale Unterhaltungselektronik zählt 11.000 Beschäftigte. Laut Branchenverband Bitkom wird in diesem Jahr der Arbeitsmarkt in der ITK-Branche voraussichtlich leicht wachsen.

Über die Hälfte will einstellen

53 Prozent der deutschen ITK-Unternehmen wollen laut einer aktuellen Umfrage ihr Personal verstärken, 30 Prozent möchten es auf dem aktuellen Niveau halten und lediglich 17 Prozent müssen Arbeitsplätze reduzieren. Neue Mitarbeiter werden vor allem in den Bereichen Software und IT-Services gesucht.

Derzeit gibt es rund 20.000 offene Stellen in der ITK-Branche. Jedes dritte IT-Unternehmen gibt an, dass der Fachkräftemangel seine Geschäftstätigkeit bremst. Laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird die Nachfrage nach IT-Experten in Deutschland in den kommenden Jahren beständig über dem Angebot liegen.

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"Der Expertenmangel hat strukturelle Gründe, die mit mehr Nachdruck angegangen werden müssen", sagt Bikom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Im Zentrum stünden die Modernisierung des Bildungssystems, die Steigerung des Frauenanteils in der Branche und eine aktive Zuwanderungspolitik.

 

Quelle: n-tv.de

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