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Spionage im Hightech-Zeitalter: Mit Schadsoftware an geheime Regierungsdaten gelangen.
Spionage im Hightech-Zeitalter: Mit Schadsoftware an geheime Regierungsdaten gelangen.(Foto: picture alliance / dpa)

Cyber-Attacken gegen Regierungen: "MiniDuke" spioniert gezielt

Eine Sicherheitslücke beim Adobe Reader macht es möglich: Ein Schadprogramm, das aktuelle Programmiertechniken mit denen aus den 1990er Jahren verbindet, spioniert Regierungsrechner in mehreren Ländern aus. Auch Forschungseinrichtungen sollen betroffen sein. Laut Kaspersky-Sicherheitsexperten erfolgen die Angriffe zudem nicht massenhaft sondern sehr gezielt.

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Nach dem Spionageprogramm "Roter Oktober" haben die russischen Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab einen neuen gefährlichen Compu terschädling entdeckt. In 20 Ländern sei auf Rechnern von Regierungsorganisationen und Firmen die Schadsoftware "MiniDuke" installiert worden, sagte Vitaly Kamluk von Kaspersky. Es handle sich dabei nicht um massenhafte Cyber-Attacken, sondern um gezielte Spionageangriffe. "Die Angreifer haben sich die Ziele sehr genau ausgesucht."

Das Spionageprogramm, das immer noch aktiv und im Umlauf ist, nutzt eine Sicherheitslücke in dem Programm Adobe Reader aus, das zum Lesen von PDF-Dokumenten verwendet wird. Adobe hatte zwar schon Aktualisierungen veröffentlicht, mit denen die Lücke geschlossen werden kann. Allerdings hatten die Opfer die Updates noch nicht installiert. Das Schadprogramm verbinde auf ungewöhnliche Art Programmiertechniken aus den neunziger Jahren mit aktuellen Technologien, sagte der Sicherheitsexperte.

Nachfolger von "Operation Roter Oktober"

Zu den Opfern gehörten Kaspersky zufolge Regierungseinrichtungen in Belgien, Irland, Portugal, der Ukraine, Rumänien sowie in der Tschechischen Republik. Außerdem sei eine Krankenversicherung in den USA und eine bekannte Forschungseinrichtung in Ungarn betroffen gewesen. Auch bei der "Operation Roter Oktober" wurden Computer von Regierungsorganisationen ausgespäht.

Kamluk sagte, Anwender sollten insbesondere häufig genutzte Programme wie den Adobe Reader, Flash oder die Office-Programme von Microsoft umgehend aktualisieren, sobald es von den Herstellern Updates gebe. Häufig ließen die Nutzer zu viel Zeit verstreichen, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Außerdem sei der Einsatz eines wirkungsvollen Virenschutzprogramms unverzichtbar.

Quelle: n-tv.de

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