Technik
Spezialdienste wie Wesendit verschicken bis zu 5 Gigabyte große Dateien kostenlos.
Spezialdienste wie Wesendit verschicken bis zu 5 Gigabyte große Dateien kostenlos.(Foto: Wesendit/Vimeo)
Montag, 13. Februar 2017

Wenn's per E-Mail nicht klappt: So verschickt man große Dateien gratis

Von Klaus Wedekind

Fotos und Videos in hoher Auflösung kann man nur sehr beschränkt per E-Mail verschicken. n-tv.de zeigt, wie auch sehr große Dateien unkompliziert und kostenlos versendet werden können.

Wer mehrere Fotos in voller Auflösung oder Videos verschicken möchte, erhält von seinem E-Mail-Programm schnell die Mitteilung, dass der Anhang für den Versand zu groß ist. Mehr als 25 Megabyte (MB) erlaubt kaum ein Dienst, bei vielen ist das Limit mit 10 MB erreicht. Falls die maximale Größe nur knapp verfehlt wird, kann man die Dateien komprimieren, beispielsweise mit dem kostenlosen Programm 7-zip. Doch auch bei diesem Verfahren stößt man schnell an seine Grenzen. Natürlich kann man Fotos und Videos dann verkleinern, aber das ist zeitaufwändig, nicht immer ganz einfach und die Qualität der Aufnahmen wird mitreduziert.

Hochladen und Link teilen

Eine Möglichkeit, große Dateien einfach und kostenlos zu verschicken, ist der Weg über einen Cloud-Speicher. Windows-Nutzer finden beispielsweise OneDrive auf ihrem Rechner, bei dem gratis jedem 5 Gigabyte (GB) zur Verfügung stehen, Office-365-Kunden sogar 1 Terabyte (TB). Der Dienst kann aber auch von Besitzern eines Apple-Geräts genutzt werden. Das Gleiche gilt für Google Drive, das sogar 15 GB bietet. Bekannt ist auch Dropbox (2GB), in Deutschland bieten Strato den HiDrive (5GB) und die Telekom die MagentaCloud (10 GB) an.

Es gibt viele Cloud-Speicher, aber das Prinzip ist immer gleich: Man lädt Dateien hoch und teilt dann einen Link, über den der Empfänger sie herunterladen kann. Wenn man diesen Weg nutzt, kann man auch verschlüsselte Dateien verschicken. Ein gutes Tool dafür ist das deutsche Boxcryptor. Einige Cloud-Speicher unterstützen auch Filelink, mit dem man die Dienste direkt in Mozillas E-Mail-Programm Thunderbird nutzen kann.

Wer nur Fotos und Videos teilen möchte, sollte ein Auge auf Flickr werfen, das mit 1 TB nahezu unendlich viel Speicherplatz gratis zur Verfügung stellt. Lediglich die Größe eines einzelnen Fotos oder Videos ist auf 200 MB beziehungsweise 1GB beschränkt.

Spezialisten sind am einfachsten

Die einfachste Möglichkeit, spontan große Dateien jeder Art zu versenden, sind Dienste, die sich darauf spezialisiert haben. Der bekannteste ist vielleicht Wetransfer, mit dem man bis zu 2 GB in einem Rutsch verschicken kann. Einfach die Adresse des Empfängers und die eigene eingeben, Anhänge reinziehen und auf Senden klicken - eine Anmeldung ist nicht nötig. Beim deutschen Dienst Zeta Uploader sind zwar nur 500 MB große Uploads gratis möglich, dafür genügt die E-Mail-Adresse des Empfängers und man kann die Datei mit einem Kennwort schützen und festlegen, wann sie vom Server gelöscht werden soll.

Wesendit ist ein empfehlenswerter Schweizer Cloud-Versender, der ohne Registrierung bis zu 5 GB kostenlos und durchgehend verschlüsselt verschickt. Daten von Gratis-Kunden werden nach sieben Tagen automatisch gelöscht. Ebenfalls in der Schweiz beheimatet ist Droppy. Auch dieser Dienst verschickt kostenlos bis zu 5GB, die Übertragung ist SSL-verschlüsselt und Dateien werden spätestens nach fünf Tagen oder früher auf Nutzer-Wunsch gelöscht.

Minbox ist eine interessante Alternative für Teams. Hier können Dateien vom Rechner hochgeladen werden oder der Nutzer bindet andere Cloud-Dienste ein. Es ist möglich, Dateien einzeln mit Teammitgliedern zu teilen oder sie in Projekten zusammenzufassen. Der US-Dienst funktioniert im Browser, ein Programm steht derzeit nur für macOS zur Verfügung. Der kostenlose Speicherplatz ist 2 GB groß.

Quelle: n-tv.de

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