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Wochenlang war das Netzwerk nach dem Angriff gesperrt.
Wochenlang war das Netzwerk nach dem Angriff gesperrt.(Foto: picture alliance / dpa)

Hackerangriff auf Playstation Network: Sony soll Strafe zahlen

Millionen Nutzerdatensätze werden im Jahr 2011 bedroht, als Hacker bei Sonys Playstation Network einbrechen. Nun will die britische Datenschutzbehörde eine Strafe bei Sony eintreiben. Der japanische Konzern wehrt sich.

Der japanische Elektronikriese Sony soll wegen des groß angelegten Hackerangriffs im April 2011 nun umgerechnet 300.000 Euro Strafe in Großbritannien zahlen. Sony habe die Daten seiner Kunden nicht ausreichend geschützt, teilte die britische Datenschutzbehörde IOC mit.

Bei dem Hackerangriff waren Namen, Adressen, Geburtsdaten und Passwörter von weltweit etwa hundert Millionen Kunden des Playstation Network und des Musik- und Filmdienstes Qriocity zugänglich. Später räumte Sony ein, dass auch Daten aus dem Onlinespiele-Netzwerk Sony Online Entertainment gestohlen wurden.

Software nicht aktuell

Die britische Datenschutzbehörde erklärte, dies sei das nach ihrer Kenntnis bislang schlimmste Datenleck. Sony hätte den Diebstahl verhindern können, wäre die Software auf dem neuesten Stand gewesen. Wer verantwortlich für so viele sensible Daten sei, für den müsse der Schutz dieser Daten oberste Priorität haben. Ein Unternehmen, das mit Technologie Geschäfte mache, habe auch das technische Wissen, solche Informationen zu schützen.

Sony kündigte an, das Urteil anzufechten. Das Unternehmen sei "Opfer eines gezielten kriminellen Angriffs geworden", verteidigte sich das Unternehmen. Es sei zudem unwahrscheinlich, dass die Daten für betrügerische Zwecke genutzt wurden.

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Quelle: n-tv.de

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