Mittwoch, 10. Dezember 2008
Kinder heute: 17 Prozent Allergiker
Fast 17 Prozent der Kinder- und Jugendlichen haben einer Studie zufolge mindestens eine allergische Erkrankung. Sie litten in den zwölf Monaten vor der Befragung entweder an Heuschnupfen (knapp 9 Prozent), Asthma (rund 3 Prozent) oder Neurodermitis (gut 7 Prozent). Das geht aus Zahlen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) hervor, auf den sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin beziehen.
Kinder aus Familien mit mindestens einem allergischen Elternteil sind deutlich häufiger von Heuschnupfen betroffen als andere. Haben die Kinder dagegen mindestens ein älteres Geschwisterkind, sinkt das Risiko für Heuschnupfen. Auch der Sozialstatus spielt den Angaben zufolge eine Rolle: Kinder aus Familien mit hohem sozialen Status leiden öfter unter Heuschnupfen als Gleichaltrige aus Familien mit niedrigem Sozialstatus.
Auf Allergene verzichten
Sind die Eltern Allergiker, sollten sie ihr Kind möglichst mindestens vier Monate lang stillen. Ist das nicht möglich, raten die Experten zu sogenannter hydrolisierter, weniger allergen wirkender Säuglingsnahrung. In manchen Fällen könne es zudem hilfreich sein, wenn die Mutter während der Stillzeit auf bestimmte Nahrungsmittelallergene in ihrer eigenen Nahrung verzichtet. Wichtig sei überdies, Kinder vor und nach der Geburt vor Passivrauch zu schützen, sie nach den Impfempfehlungen zu impfen und ein feuchtes Wohnklima zu vermeiden. Darüber hinaus sollte in der Familie kein Haustier mit Fell leben.
Informationen zur Gesundheit von Kindern haben die BZgA und das RKI in der Broschüre "Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" zusammengestellt. Sie kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.kindergesundheit-info.de, Stichwort "Für Fachkräfte".
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