Einfluss der Schnupfenviren6500 Gene beteiligt
Schnupfenviren erhöhen oder erniedrigen die Aktivität von mehr als 6500 Genen im menschlichen Körper.
Schnupfenviren erhöhen oder erniedrigen die Aktivität von mehr als 6500 Genen im menschlichen Körper. Das berichtet eine Forschergruppe um David Proud von der Universität Calgary in Kanada im Journal "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine". Die Wissenschaftler infizierten Probanden mit dem Rhinovirus und untersuchten die Nasenschleimhaut 48 Stunden später.
Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe waren bei den Infizierten mehr als 6500 Gene anders reguliert: Manche Erbanlagen waren aktiver, andere eher gebremst. Eine erhöhte Aktivität zeigten vor allem solche Gene, über die der Körper virusbekämpfende und entzündungsfördernde Eiweißstoffe produziert. Das sei auch der Grund dafür, dass die Nase bei einer Erkältung anschwelle.
Nach Angaben der Forscher sind 30 bis 50 Prozent aller Erkältungen auf humane Rhinoviren zurückzuführen. An der Untersuchung war der Großkonzern Procter & Gamble beteiligt, der Präparate gegen Schnupfen anbietet.