Freitag, 25. November 2005
Jahreszeit drückt aufs Gemüt: 800.000 Winter-Depressive
Rund 800.000 Menschen in Deutschland leiden in der dunklen Jahreszeit an einer so genannten Winterdepression. Sie fühlen sich oft müde, niedergeschlagen und lustlos, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin am Freitag mitteilte. Auslöser sei der Lichtmangel, durch den im Gehirn weniger von dem Botenstoff Serotonin produziert wird, der die Stimmung aufhellt. Die Winterdepression ist eine Unterform der akuten Depression, an der in Deutschland rund vier Millionen Menschen leiden.
Im Unterschied zu anderen Depressionsformen geht die Winterdepression allerdings nicht mit Appetitlosigkeit und Schlafstörungen einher. Stattdessen hätten die Betroffenen regelrechten Heißhunger auf Süßigkeiten sowie ein erhöhtes Schlafbedürfnis, erläuterte die KV. Eine Erklärung: In Schokolade sind Substanzen enthalten, die stimmungsaufhellend wirken können.
Die Winterdepression kann der KV zufolge wie eine akute Depression mit Medikamenten oder Psychotherapie behandelt werden. Außerdem können bei dieser Form der Erkrankung eine Lichttherapie, frische Luft und Bewegung hilfreich sein.
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