Mittwoch, 18. Juli 2007
Henna auf der Haut: Allergien möglich
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor Körperbemalungen mit Hennafarben gewarnt. Die filigranen schwarzen Muster, die sich Urlauber gern in anderen Ländern auf die Haut malen ließen, könnten Allergien auslösen, teilte das BfR am Mittwoch in Berlin mit. Grund sei nicht die Hennafarbe selbst, sondern die häufige Beimischung der Substanz Para-Phenylendiamin (PPD). Sie lässt die Farbe dunkler und intensiver erscheinen, die Haut kann darauf jedoch sensibel reagieren. Ein erneuter Kontakt mit PPD kann nach BfR-Angaben Hautentzündungen auslösen.
In Europa darf PPD kosmetischen Mitteln zur Färbung der Haut nicht mehr beigemischt werden. Es ist nur noch bei Haarfärbemitteln erlaubt. Der Stoff kommt auch als Bestandteil von Farbstoffen in dunklen Lederwaren und dunklen Textilien vor. PPD-Allergiker müssen diese Produkte dann mitunter lebenslang meiden.
Henna ist ein Pulver, das aus den Blättern eines Strauches gewonnen wird. Die Pflanze ist in Indien, Afrika und Sri Lanka heimisch. Henna ist bisher nicht als Auslöser von Allergien bekannt. Ein Urlauber könne aber nicht erkennen, ob der Körperfarbe von Künstlern auf der Straße oder am Strand noch weitere Stoffe beigemischt seien, teilte das Institut weiter mit. Es sei ratsam, vorsichtshalber auf den aufgemalten Körperschmuck zu verzichten.
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