Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
DO 10° / 19°
FR 11° / 15°
Wissen

Montag, 21. April 2008

Schlechte Gewohnheiten: Anpassung an Einheimische

Die nach Großbritannien und Irland eingewanderten farbigen Frauen übernehmen mit den Jahren die schlechten Gewohnheiten einheimischer Mütter. In der Folge beginnen die Migranten, während der Schwangerschaft zu rauchen. Zudem stillen sie ihre Kinder kürzer, wie Forscher um Catherine Law vom University College London im „British Medical Journal“ berichten. Die Gruppe hatte 6478 weiße Mütter aus Großbritannien und Irland sowie 2110 eingewanderte farbige Mütter befragt. Angesichts ihrer Resultate werben die Forscher dafür, die eingewanderten Frauen besser über die gesundheitlichen Folgen von Tabak und Alkohol zu informieren.

In der Untersuchung zeigte sich zunächst, dass weniger Frauen aus den anderen Ländern während der Schwangerschaft rauchten als jene von den britischen Inseln (15 Prozent zu 37 Prozent). Von ihnen tranken in dieser Zeit auch weniger Alkohol (14 zu 37 Prozent). Außerdem stillten sie ihre Kinder mit größerer Wahrscheinlichkeit (86 zu 69 Prozent). Zugleich wurde aber deutlich: Je länger die Migrantinnen in der neuen Heimat lebten, umso wahrscheinlicher griffen sie auch während der Schwangerschaft zur Zigarette.

Im Laufe von fünf Jahren erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit fürs Rauchen um ein Drittel (plus 32 Prozent). Im gleichen Zeitraum sank die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine eingewanderte Mutter ihr Baby mindestens 4 Monate stillte, um 5 Prozent.

Artikel versenden

Schlechte Gewohnheiten: Anpassung an Einheimische

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.