Mittwoch, 15. August 2007
Missbrauch von Hustenmitteln: Apotheker warnen
Vor dem Missbrauch bestimmter rezeptfreier Mittel gegen Husten, Allergien und Schlafstörungen warnt die Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbänden (ABDA) in Berlin.
Solche Mittel würden vor allem von Jugendlichen in besonders hohen Dosen eingenommen, um Rauschzustände zu erzeugen. Dazu gehörten Medikamente zum Beispiel mit den Wirkstoffen Dextromethorphan und Diphenhydramin.
Die ABDA weist auf Zahlen aus den USA hin: Dort nahmen im Jahr 2005 demnach rund 2,4 Millionen Jugendliche den hustenstillenden Wirkstoff Dextromethorphan missbräuchlich ein. Fünf Jugendliche starben dort, nachdem sie falsch deklariertes Dextromethorphan über das Internet gekauft und eingenommen hatten.
Auch in deutschsprachigen Internetforen kursierten Anleitungen zum Missbrauch. Bislang gebe es hierzulande aber keine offiziell bestätigten Todesfälle, so der Verband. Entsprechende Arzneimittel seien zudem apothekenpflichtig. Die Apotheker achteten auf einen möglichen Missbrauch. "Bei einem entsprechenden Verdacht können die Apotheken den Verkauf verweigern", sagt ABDA-Pressesprecherin Ursula Sellerberg.
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