Samstag, 10. Januar 2009
Nachteil der Kaiserschnittgeburt: Asthma-Risiko erhöht
Kinder erkranken deutlich häufiger an Asthma, wenn sie per Kaiserschnitt geboren wurden. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) in Werne (Nordrhein-Westfalen) unter Berufung auf eine Studie aus den Niederlanden mit. Demnach erhöht eine Kaiserschnittgeburt das Asthma- Risiko von Kindern um 80 Prozent. In der Studie wurden 3000 Kinder untersucht, von denen 247 per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen waren.
Der Grund für die höhere Anfälligkeit der Kaiserschnittgeborenen ist nach Angaben der DPG, dass sie nicht mit den mütterlichen Bakterien im Vaginalkanal in Berührung kommen. Diesen wird ein positiver Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems des Neugeborenen zugeschrieben. Ohne den Kontakt könnten sich die Entwicklung des Immunsystems verzögern und allergische Krankheiten wie Asthma eher bilden.
Die DPG empfiehlt deshalb, ein Kind nur dann per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, wenn dies medizinisch notwendig ist. Besonders wenn Allergien in der Familie bestehen, sei von einem Kaiserschnitt abzuraten. Durch die Allergie bestehe für das Kind ohnehin ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken.
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