Dienstag, 08. Mai 2007
Den "Grünen Star" bekämpfen: Augendruck messen lassen
Das Deutsche Grüne Kreuz fordert zur Verhinderung eines "Grünen Stars" eine routinemäßige Augendruckmessung und Sehnervüberprüfung für alle Menschen ab 40 Jahren. "Mit diesen beiden einfachen Untersuchungen kann die schleichende Zerstörung der Sehnerven frühzeitig gestoppt werden", sagte der Abteilungsleiter Augenerkrankungen beim Deutschen Grünen Kreuz, Ingolf Dürr.
Ein Glaukom, im Volksmund "Grüner Star" genannt, kann zur Erblindung führen. Nach Schätzungen des Grünen Kreuzes leiden eine halbe Million Menschen an einem Glaukom und zwei Millionen an einem erhöhten Augenhochdruck. "Das Heimtückische daran ist, dass die Betroffenen es jahrelang nicht bemerken", erklärte Dürr. "Da, wo man hinsieht, sieht man weiter scharf". Aber das Gesichtsfeld wird "wie mit Scheuklappen aus Nebel" von außen nach innen immer enger. Die Ursache der Erkrankung - ein zu hoher Augeninnendruck - kann mit Augentropfen gut behandelt werden.
Unter dem Motto "Früherkennung rettet Augenlicht" wirbt die in Marburg ansässige Gesundheitsorganisation mit einer "Nationalen Aktionswoche" (bis 12. Mai) für die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung. Allerdings würden Augendruckmessung und Sehnervüberprüfung nicht mehr von den Kassen bezahlt, beklagte Dürr. "Früher haben die Augenärzte das bei ihren Untersuchungen einfach mitgemacht, heute muss sich jeder selbst darum kümmern und es auch noch selbst bezahlen." Die Untersuchung kostet zwischen 20 und 35 Euro. "Leider wird dieses wichtige Vorsorgeangebot viel zu selten genutzt."
Wissen
-
Winzige Amphibie
Leuchtend gelber Frosch entdeckt
-
Model im 21. Jahrhundert?
Sixtina wäre chancenlos
-
Fundsache, Nr. 1113
Zauber an der Höhlenwand
-
Die historische Perspektive
Nebenprodukt in Vielvölkerreichen
-
Die Migrantinnen-Perspektive
Hosgörü meint Wohlwollen
-
Die jüdische Perspektive
Unterschiede können uns stärken
-
Die philosophische Perspektive
Toleranz hielt Zivilisation am Leben
-
Die politische Perspektive
Toleranz meint auch Verständnis
-
Toleranz ist nicht das Ziel. Oder doch?
Was es heißt, tolerant zu sein
-
Zahl der Erkrankungen gestiegen
Keuchhusten ist gefährlich
-
Frage & Antwort, Nr. 227
Sind Hochbetten zu gefährlich?
-
Fukushima-Folgen
Verstrahlte Fische vor US Küste