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Mittwoch, 13. Dezember 2006

Traurige Mutmaßung: Baiji ausgestorben

Der chinesische Flussdelfin Baiji ist nach Überzeugung eines internationalen Forscherteams ausgestorben. Das sagte der Chef der Umweltorganisation baiji.org, August Pfluger, am Mittwoch aus der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Eine Expedition seiner Gruppe habe während einer sechswöchigen Suche in Chinas längstem Strom Jangtse keinen Delfin gesichtet. Die Art Lipotes vexillifer zählt seit jeher zu den seltensten Säugetieren.

"Wir haben das Rennen verloren", sagte der Schweizer Pfluger, der sich seit Jahren ehrenamtlich für den Delfin einsetzt. Er schloss nicht aus, einzelne Tiere übersehen zu haben. Zur Rettung der Population seien aber 20 bis 25 Tiere nötig. Pfluger berichtete, dass ein Fischer zuletzt im vergangenen Jahr einen Baiji beobachtet haben wollte. Die letzte belegte Sichtung stamme aus dem September 2004.

Die 30 Forscher aus 6 Ländern beendeten ihre Suche nach rund 3.500 Kilometern am Mittwoch in Wuhan, wo die Expedition vor 39 Tagen auch begonnen hatte. Von zwei Schiffen aus hatten die Experten unter anderem aus China, den USA und Japan das Wasser mit Ferngläsern und Unterwassermikrofonen abgesucht.

Ähnliche Flussdelfinarten wie den Baiji gibt es unter anderem im Ganges und im Amazonas. Die Tiere gelten durchweg als bedroht. Immer wieder sterben sie durch Verschmutzung, Überfischung, illegale Fischmethoden oder Verletzungen von Schiffschrauben. Außerdem zerstören Dämme ihren Lebensraum.

Quelle: n-tv.de

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