Dienstag, 16. Dezember 2008
Antidepressiva oft unnötig: Baldrian gegen Winterblues
Antidepressiva sind beim klassischen Winterblues häufig unnötig. Stattdessen sollten natürliche Stimmungsaufheller wie etwa Baldrian oder das homöopathische Mittel Sepia verwendet werden, empfiehlt der Berufsverband der Frauenärzte in München. Außerdem können regelmäßiger Sport unter freiem Himmel - etwa zwei bis dreimal die Woche 30 bis 45 Minuten - und eine kohlenhydrat- und nährstoffreiche Ernährung das Wohlbefinden fördern.
Verantwortlich für den Winterblues sind die Hormone. Der Mangel an Licht löst eine verstärkte Bildung des Schlaf- und Ruhehormons Melatonin aus. Die Folge sind Müdigkeit, Trägheit, Antriebs- und Lustlosigkeit. In der Bundesrepublik leiden rund 20 Prozent der Menschen unter dem winterlichen Stimmungsabfall, dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer.
Nur bei einem Prozent handelt es sich aber um eine ernsthafte Winterdepression, auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt. Der Winterblues verschwindet zumeist im Frühling: Bei steigenden Temperaturen und zunehmend längerem Tageslicht ist die schlechte Stimmung irgendwann wie fortgeblasen.
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