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Auslöser von Allergien und AsthmaBayern bekämpft Ambrosia

02.06.2008, 14:37 Uhr

Zwei Monate vor Beginn der Blütezeit der Ambrosia-Pflanze beginnt Bayern mit landesweiten Bekämpfungsmaßnahmen gegen das hochallergische Kraut.

Zwei Monate vor Beginn der Blütezeit der Ambrosia-Pflanze beginnt Bayern wieder mit landesweiten Bekämpfungsmaßnahmen gegen das hochallergische Kraut. Ziel des im Jahr 2007 ins Leben gerufenen Projektes sei es, die Ausbreitung der Pflanze, die auch unter den Namen Beifußblättriges Traubenkraut, Beifußblättrige Ambrosie oder unter dem englischen Begriff Ragweed bekannt ist, so weit wie möglich zu unterbinden, sagte Gesundheitsminister Otmar Bernhard (CSU) in München.

Enorme gesundheitliche Belastung

Dem Minister zufolge leiden in den USA bereits 10 bis 20 Prozent aller Bürger an einer "ragweed"-Allergie. "Wenn wir das Kraut nicht in den Griff kriegen, drohen auch bei uns enorme gesundheitliche und finanzielle Belastungen", betonte Bernhard.

Ambrosia wurde laut Gesundheitsministerium vor mehr als 150 Jahren aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Besonders große Vorkommen verzeichnen derzeit Südfrankreich, Ungarn und die Schweiz. In Bayern, einem der am stärksten betroffen deutschen Bundesländer, sind mittlerweile etwa 70 große Bestände bekannt.

Eine Berührung mit der bis zu zwei Meter hoch wachsenden Pflanze löst bei den meisten Menschen laut Ministerium starken Juckreiz und Hautrötung aus. Das Einatmen der Pollen kann Asthma verursachen. Ambrosia kann auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor allem auf Melonen und Bananen hervorrufen.