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Risiken nach KaiserschnittBeatmung öfter nötig

23.01.2008, 12:57 Uhr

Ein Kaiserschnitt sorgt einer Studie zufolge häufiger für Atemprobleme bei Neugeborenen als eine normale Geburt. Der fehlende Ausstoß von Stresshormonen könnte die Ursache sein.

Ein Kaiserschnitt sorgt einer Studie zufolge häufiger für Atemprobleme bei Neugeborenen als eine normale Geburt. Schwere Komplikationen, die eine Beatmung erforderlich machten, treten laut der Untersuchung nach einem Kaiserschnitt fünf Mal häufiger auf, teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne mit. Insgesamt musste jedes zehnte Kind, das in der 37. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt wurde, verstärkt um Atem ringen, heißt es in der dänischen Studie.

"Das ist wahrscheinlich auf den beim Kaiserschnitt fehlenden Katecholamin-Stoß zurückzuführen", erläutert Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Diese Stresshormone werden bei einer normalen Geburt von der Mutter aufgrund der Wehenschmerzen ausgeschüttet. Sie sorgten dafür, dass weniger Flüssigkeit in die Lungen des Kindes gelangt und zugleich ein Stoff gebildet wird, der seine Lungenbläschen weitet.

Auch aufgrund dieser Befunde sollte ein Kaiserschnitt nur vorgenommen werden, wenn er medizinisch notwendig sei, empfiehlt Prof. Köhler. Für die Studie wurden die Daten von rund 35.000 Kindern ausgewertet, die zwischen der 37. und 41. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen. Knapp 2.700 davon wurden per Kaiserschnitt geholt.