Dienstag, 24. März 2009
Rechtliche Lage noch ungeklärt: Blut aus Embryozellen
Britische Wissenschaftler möchten aus Embryozellen künstliches Blut für Transfusionen herstellen. Das Team um Prof. Marc Turner von der Universität Edinburgh wolle dazu Stammzellen von solchen Embryonen nutzen, die bei künstlichen Befruchtungen nicht verwendet wurden.
Derzeit müssten noch komplizierte rechtlich Fragen geklärt werden, aber ein entsprechendes Forschungsprojekt könnte noch in dieser Woche angekündigt werden, sagte ein Sprecher der beteiligten Stiftung Wellcome Trust der Zeitung "The Independent". Bereits nach drei Jahren sollen nach Informationen der Zeitung freiwillige Empfänger die ersten Transfusionen mit synthetischem Blut erhalten.
Dem Bericht zufolge wollen die Forscher Zellen von Embryonen nutzen, die genetisch die Blutgruppe 0 Negativ haben. Blut dieser Gruppe kann jedem Menschen verabreicht werden, ohne dass es zu Abstoßreaktionen kommt. Die Stammzellen sollen demnach in rote Blutkörperchen umgewandelt werden. Weil die Stammzellen im Labor beliebig vervielfältigt werden könnten, sei eine uneingeschränkte Produktion dieses Kunstbluts möglich, berichtet der "Independent" weiter.
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