Montag, 14. Mai 2007
Regenwaldabholzung bremsen: CO2-Ausstoß senken
Der weltweite Kohlendioxidausstoß könnte einer Studie bedeutend gesenkt werden, wenn das Abholzen der Tropenwälder gebremst würde. "Wenn wir das Entwaldungstempo bis 2050 um die Hälfte verringern, könnten Emissionen von 50 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre vermieden werden", sagte Projektleiter Pep Canadell von der australischen "Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation".
Demnach würden durch das Fällen von Regenwald jedes Jahr 1,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff freigesetzt. Diese machen laut Canadell knapp 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus. Tropenwälder würden Kohlendioxid weiter in großen Mengen binden, auch wenn sie durch den globalen Temperaturanstieg zu weniger effizienten CO2-Verwertern werden könnten, hieß es in der Studie.
Umweltschützer fürchten, dass der Tropenwald in Indonesien bei der momentanen Abholzungsrate in den kommenden 15 Jahren vollständig verschwunden sein könnte. Dort befinden sich zehn Prozent des verbleibenden Regenwalds.
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