Freitag, 29. Juni 2007
Kampf gegen HIV: Durchbruch gelungen
Im Kampf gegen die Infektion mit dem HI-Virus ist nun ein entscheidender Durchbruch gelungen. Ein spezielles Enzym, das das Erbgut eines HI-Virus aus der DNA der Zelle heraustrennt und unbrauchbar macht, haben jetzt Wissenschaftler des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI) und des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden (MPI-CBG) entwickelt. Wie eine Schere schneidet es das HIV-Erbmaterial aus dem menschlichen Erbgut heraus. So kann sich das Virus nicht weiter ausbreiten. "Wir wurden das Virus in den Zellen wieder los, das hat bisher noch keiner geschafft", sagen die Wissenschaftler.
Das HI-Virus schmuggelt sein Erbgut in die DNA von körpereigenen Zellen. Nach diesem Bauplan produzieren Immunzellen dann neue Erreger und sorgen so für ihren eigenen Untergang. Mit dem jetzt entwickelten Enzym kann erstmals das HIV-Erbmaterial aus dem menschlichen Erbgut entfernt werden.
Bis diese DNA-Schere allerdings bei HIV-Patienten eingesetzt werden kann, werden noch einige Jahre vergehen. Die Forscher wollen nun erst einmal das Enzym verbessern und prüfen, wie effektiv und sicher es in die infizierten Zellen des menschlichen Körpers eingebracht werden kann. Bis zur Anwendung am Menschen müssen Infizierte weiterhin die Medikamente einzunehmen, um den Ausbruch der Immunschwächekrankheit AIDS weiter zu verzögern. Ein Heilmittel gibt es immer noch nicht.
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