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Besiedelung ohne RückfahrkarteEinweg-Ticket zum Mars

28.07.2010, 15:57 Uhr
mond
Edwin "Buzz" Aldrin im Jahr 1969. Zweiter Mann auf dem Mond gewesen zu sein, war für ihn wie ein Fluch. 19 Minuten nach Neil Armstrong hatte Aldrin den Erdtrabanten betreten. (Foto: picture alliance / dpa)

Buzz Aldrin, 1969 der zweite Mensch auf dem Mond, hat alles gut durchdacht: Den Mond sollten wir künftig Robotern überlassen. Und 2031 sollen die ersten Menschen auf Marsmond Phobos landen, ohne zur Erde zurückzukehren.

Raumfahrt-Legende Buzz Aldrin fordert, die weitere Monderkundung Robotern zu überlassen und sich stattdessen auf die Besiedelung des Mars ab 2035 zu konzentrieren. "Einweg-Tickets werden uns einfacher, preiswerter und früher dorthin bringen", erklärt Buzz Aldrin in der aktuellen "Technology Review" vom Massachusetts Institute of Technology. "Wer zum Mars reist, sollte entschlossen sein zu bleiben."

Der heute 80-jährige US-Amerikaner Buzz Aldrin war 1969 der zweite Mensch auf dem Mond. Für die Marsbesiedelung sieht Aldrin seinen 1985 vorgestellten "Aldrin Cycler" vor: Ein Raumschiff umkreist fortlaufend Erde und Mars; ein anderes Schiff kann daran andocken. 2025 soll die Landung auf dem Marsmond Phobos stattfinden, einige Wohnelemente mit im Gepäck. 2027 folgen dann die ersten Menschen, die eineinhalb Jahre bleiben. 2031 sollen dann drei Menschen nach Phobos, die nicht mehr zurückkehren werden. Später sollen sechs weitere Menschen von der Erde dazustoßen und 2033 oder 2035 gemeinsam den Mars betreten.