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Montag, 15. Februar 2010

Immer zwei Beine auf der Erde: Elefantenlauf ist ökonomisch

Bezogen auf ihr Gewicht benötigen Elefanten beim Vorwärtslaufen nur ein Drittel jener Energie, die der Mensch für seine Fortbewegung aufwenden muss. Das berichtet ein Team um Norman Heglund von der Université Catholique de Louvain in Belgien. Die Studie ist im "Journal of Experimental Biology" nachzulesen. Die Riesentiere benötigen eine Energie von etwa 0,8 Joule je Meter und Kilogramm Körpergewicht.

Elfanten in der Serengeti.

Elfanten in der Serengeti.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Bewegungen der Tiere sind sehr ökonomisch, erklären die Forscher. Die Geheimnisse der Giganten: Sie haben immer zwei Beine auf der Erde, selbst wenn sie sich schnell fortbewegen. Und: Die Schrittfolge ist kleiner und schneller als gedacht. In der Folge bewegt sich der Schwerpunkt der Tiere beim Laufen nur sehr wenig nach oben oder unten, die Beine müssen daher vergleichsweise wenig Last nach oben stemmen. Im Vergleich zum Menschen ist daher nur ein Drittel der Energie nötig, im Vergleich zur Maus gar nur ein Dreißigstel.

Großer Analyseaufwand

Der Zirkuselefant trottet gelassen im Straßenverkehr von Frankfurt am Main.

Der Zirkuselefant trottet gelassen im Straßenverkehr von Frankfurt am Main.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Um die nötigen Daten zu ermitteln, mussten die Wissenschaftler 16 große Platten zum Kraftmessen zusammenfügen, damit sie eine insgesamt 8 Meter lange Laufstrecke erhielten. Computer und Kameras vervollständigten den Aufbau, der von Belgien ins Elephant Conservation Centre nach Lampang in Thailand transportiert wurde. Die dortigen Mahuts (Elefantenführer) haben ihre 34 Schützlinge so weit im Griff, dass sie auf Kommando und in verschiedenen Geschwindigkeiten über die Messstrecke liefen – angefangen vom 870- Kilogramm-Baby bis hin zum 4-Tonnen-Koloss. Die Geschwindigkeiten reichten von 40 Zentimeter bis fast 5 Meter in der Sekunde.

Mit ihren Experimenten wollten Heglund und seine Kollegen außerdem herauszufinden, ob Elefanten bei hohen Geschwindigkeiten "laufen" oder "rennen". Dies erwies sich als überaus schwierig: Der Schwerpunkt blieb fast konstant den gleichen Abstand zum Erdboden. In einigen Phasen erinnerte die Bewegung eher ans "Rennen", in anderen eher ans "Trotten".

dpa

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