Donnerstag, 24. April 2008
Niederschläge in der Arktis: Es wird immer feuchter
Die Arktis wird immer feuchter. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat die Menge an Niederschlägen dort deutlich zugenommen. Verantwortlich dafür sei zumindest zum Teil der Mensch, berichten kanadische Wissenschaftler im Journal "Science". Für die Zukunft rechnen die Forscher mit einer weiteren Zunahme der Niederschlagsmenge mit erheblichen Folgen für das Weltklima.
Francis Zwiers und seine Mitarbeiter von der Climate Research Division im kanadischen Toronto hatten zunächst Daten zu der durchschnittlichen Niederschlagsmenge in der Arktis und den nördlichen Subpolarregionen in den Jahren zwischen 1950 und 1999 ermittelt. Diese verglichen sie dann mit verschiedenen Klimamodellen und unter anderem auch mit Angaben zur Menge der Treibhausgase in der Atmosphäre. Auf diese Weise konnten sie ungewöhnlich hohe Niederschläge mit den von Menschen erhöhten Treibhausgaskonzentrationen in Verbindung bringen.
Auswirkungen auf die Welt
Die Forscher stellten fest, dass die Niederschlagsmenge in den vergangen Jahren stärker angestiegen war als in Klimamodellen berechnet. Es sei denkbar, dass auch in Zukunft mehr Niederschläge fallen werden als die Klimamodelle vorhersagen, schreiben sie. Diese Annahme werde durch die Tatsache bekräftigt, dass auch das arktische Meereis neueren Untersuchungen schneller schmilzt als von den Klimamodellen vorhergesagt.
Die klimatischen Veränderungen in der Arktis werden den Forschern zufolge auch das globale Klimageschehen verändern. Der Süßwasser- Einstrom in den Arktischen Ozean wirke sich auf die Meeresströmungen im Atlantischen Ozean aus, die so genannte atlantische meridionale Umwälzzirkulation, kurz MOC. Diese wiederum beeinflusse das Wettergeschehen weltweit mit.
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