Zu früh geboren?Fettsäuren gut für Mädchen
Mädchen, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren werden, können durch bestimmte Fettsäuren in ihrer Entwicklung gefördert werden. Jungs dagegen reagieren auf die Fettsäuren nicht.
Bei Mädchen wirken sie, bei Jungen nicht: Der Verzehr von bestimmten Fettsäuren fördert die geistige Entwicklung von weiblichen Frühgeborenen. Bei Jungen helfen die Fettsäuren nicht. Dies geht aus einer Studie australischer Wissenschaftler hervor.
Kinder, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren werden, hätten ein erhöhtes Risiko, unter Entwicklungs- oder Lernstörungen zu leiden, erklären die Ärzte in der aktuellen Ausgabe des "Journal of the American Medical Association". Eine mangelhafte Ernährung direkt nach der Geburt verstärke diese neurologischen Probleme, insbesondere wenn es an der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) fehle.
Keine Erklärung für geschlechtsspezifische Wirkung
Die Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von DHA bei 657 Frühchen, wie Studien-Leiterin Maria Makrides vom Frauen- und Kinderkrankenhaus im australischen Adelaide erklärte. Dabei erhielt eine Testgruppe hohe Dosen der Fettsäure, die der Milch beigemischt wurden. Die anderen Säuglinge erhielten hingegen normale Mengen Fettsäuren. Die Behandlung begann jeweils wenige Tage nach der Geburt und endete am Tag des errechneten normalen Geburtstermins.
Nach 18 Monaten Beobachtung stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die weiblichen Säuglinge, die höhere Dosen DHA erhielten, geistig sehr viel besser entwickelten als ihre Geschlechtsgenossinnen, die eine normale Dosis der Fettsäure erhielten. Bei den männlichen Frühchen war hingegen kein Unterschied zu erkennen. Einen Grund dafür konnten die Forscher bisher nicht erkennen.