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Donnerstag, 09. August 2007

Kein Lebenszeichen seit 2002: Flussdelfin ausgestorben

Der Chinesische Flussdelfin ist vermutlich die erste Delfin- oder Walart, die durch den Eingriff des Menschen ausgestorben ist. Nach Angaben eines internationalen Forscherteams vom Mittwoch gibt es nach langer und intensiver Suche keine Hinweise darauf, dass eines der auch Jangtse-Delfin oder Baiji genannten Tiere überlebt hat.

Der Süßwasserdelfin aus dem Jangtse-Fluss und seinen Nebenarmen wurde letztmals 2002 gesehen und auch eine sechswöchige Such-Expedition Ende vergangenen Jahres erbrachte kein Lebenszeichen. Das Verschwinden der langschnabeligen, fast blinden Tiere sei ein Ergebnis von Überfischung, Umweltverschmutzung und einer Versagen der Behörden, sagte der Biologe Samuel Turvey von der Zoological Society of London, der an der Expedition teilgenommen hatte. Es müsse zugleich ein Warnsignal für Regierungen und Wissenschaftler sein, andere bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu retten.

An der Expedition nahmen Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, Japan und China teil. Die Ergebnisse wurden im "Journal of the Royal Society Biology Letters" veröffentlicht und von China autorisiert. Der letzte chinesische Flussdelfin in Gefangenschaft starb 2002.

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