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Ungeputzte ZähneGanzer Körper in Gefahr

04.08.2006, 12:53 Uhr

Zwischen Mundhygiene und dem Gesundheitszustand besteht ein Zusammenhang.

Zwischen Mundhygiene und dem Gesundheitszustand besteht ein Zusammenhang. So kann eine erhöhte Bakterienzahl im Mundraum chemische Prozesse im Körper in Gang setzen. Dadurch steigt unter anderem das Risiko einer untergewichtigen Frühgeburt. Zu früh geborene Kinder mit zu wenig Gewicht erkranken aufgrund ihrer körperlichen Unterentwickelung schnell und sind im Laufe der ersten Lebensjahre, aber manche auch lebenslang, häufiger von Krankheiten geplagt als Kinder, die nach den üblichen neun Monaten auf die Welt kommen.

Doch eine Zahnbettentzündung (Parodonitis) ist nicht nur für ungeborene Kinder eine Gefahr, sondern für jeden Betroffenen. Parodontitis steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie chronische Atemwegserkrankungen. Eine nicht behandelte Zahnbettentzündung kann auch den Schweregrad und die Einstellbarkeit der Diabetes beeinflussen.

Umgekehrt können bestimmte Erkrankungen die Mundgesundheit beeinflussen. Beispielsweise zählen Diabetiker, Dialysepatienten, Transplantationspatienten und Menschen mit Bluthochdruck zu der Risikogruppe, deren Zahngesundheit gefährdet ist, da sie meist viele Medikamente nehmen müssen. So verläuft etwa bei Diabetikern eine unbehandelte Parodontitis schneller und intensiver ab als bei gesunden Menschen. Auch können bestimmte Medikamente gegen Bluthochdruck Veränderungen des Zahnfleisches zur Folge haben, die eine vermehrte Plaqueansammlung und damit die Entstehung einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) fördern.

Daher ist es ratsam, auf eine solide Zahn-und Mundhygiene zu achten, also wenigstens sich morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen die Zähne gründlich zu putzen. Liegt eine Parodontitis oder eine Gingivitis vor, kann diese vom Zahnarzt mittels professioneller Reinigung therapiert werden. Gegebenenfalls sollten Risikopatienten vor dem Beginn einer Behandlung oder Operation den Zahnarzt konsultieren und ihn auf ihre Krankheit hinweisen. Die betreuenden Ärzte und der Zahnarzt können dann alle Maßnahmen miteinander absprechen.