Dienstag, 22. Januar 2008
Erfolgreiche Tierversuche: Gene gegen Schmerzen
Mit einer Gentherapie haben US-Forscher Versuchsratten von chronischen Schmerzen befreit. Eine einzige Spritze half den Tieren mehr als drei Monate lang, wie die Mediziner in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften berichten.
Sie spritzten die Gene, die eine schmerzstillende Wirkung entfalteten, direkt in den Rückenmarkkanal der Tiere. Erweise sich die Sicherheit und Wirksamkeit einer derartigen Behandlung auch beim Menschen, könnten unter anderem unheilbar kranke Krebspatienten davon profitieren, meinen die Autoren. Mit einer Gentherapie ließen sich die starken Nebenwirkungen vermeiden, die bei einer üblichen Schmerzbehandlung mit Opiaten häufig auftreten.
Die Forscher um Andreas Beutler von der Mount Sinai School of Medicine in New York experimentierten mit zwei verschiedenen Genen, genannt prepro-ß-endorphin und Interleukin-10. Sie schleusten die Gene wie bei der Gentherapie üblich mit Hilfe eines harmlosen Virus in die gewünschten Zellen, in diesem Fall in die Nervenzellen des Rückenmarks. Ausschließlich dort produzierten die Gene dann langfristig schmerzstillende Wirkstoffe. Entsprechende Verhaltenstests zeigten, dass die Tiere daraufhin tatsächlich schmerzfrei waren.
Bevor die Therapie am Menschen getestet werden könne, müsse im Tierversuch getestet werden, ob die eingeschleusten Gene und die Transportviren auch langfristig keine nachteiligen Wirkungen verursachen, schreiben die Forscher. Eine Alternative zur herkömmlichen Schmerzbehandlung sei notwendig, da einige Patienten nicht auf Opiate ansprechen und Nebenwirkungen besonders bei langfristiger Anwendung häufig sind.Mit einer Gentherapie haben US-Forscher Versuchsratten von chronischen Schmerzen befreit. Eine einzige Spritze half den Tieren mehr als drei Monate lang, wie die Mediziner in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften berichten.
Sie spritzten die Gene, die eine schmerzstillende Wirkung entfalteten, direkt in den Rückenmarkkanal der Tiere. Erweise sich die Sicherheit und Wirksamkeit einer derartigen Behandlung auch beim Menschen, könnten unter anderem unheilbar kranke Krebspatienten davon profitieren, meinen die Autoren. Mit einer Gentherapie ließen sich die starken Nebenwirkungen vermeiden, die bei einer üblichen Schmerzbehandlung mit Opiaten häufig auftreten.
Die Forscher um Andreas Beutler von der Mount Sinai School of Medicine in New York experimentierten mit zwei verschiedenen Genen, genannt prepro-ß-endorphin und Interleukin-10. Sie schleusten die Gene wie bei der Gentherapie üblich mit Hilfe eines harmlosen Virus in die gewünschten Zellen, in diesem Fall in die Nervenzellen des Rückenmarks. Ausschließlich dort produzierten die Gene dann langfristig schmerzstillende Wirkstoffe. Entsprechende Verhaltenstests zeigten, dass die Tiere daraufhin tatsächlich schmerzfrei waren.
Bevor die Therapie am Menschen getestet werden könne, müsse im Tierversuch getestet werden, ob die eingeschleusten Gene und die Transportviren auch langfristig keine nachteiligen Wirkungen verursachen, schreiben die Forscher. Eine Alternative zur herkömmlichen Schmerzbehandlung sei notwendig, da einige Patienten nicht auf Opiate ansprechen und Nebenwirkungen besonders bei langfristiger Anwendung häufig sind.
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